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10.03.2006

09:03 Uhr

Ski alpin Weltcup

Raich im Gesamtweltcup fast am Ziel der Träume

Der Österreicher Benjamin Raich hat den Gesamtweltcup noch nicht gewonnen, aber praktisch kann ihm der Sieg nicht mehr genommen werden. Der Doppel-Olympiasieger liegt fast uneinholbar vor dem Norweger Aksel Lund.

Es müsste viel passieren, um Ski-Rennläufer Benjamin Raich noch den Gesamtweltcup streitig zu machen. Auf dem Papier ist der Doppel-Olympiasieger von Turin noch nicht ganz am Ziel seiner Träume, aber leise jubeln durfte er schon mal im fernen Japan. Nach seinem sechsten Saisonsieg beim Slalom in Shigakogen steht der 28-Jährige zum ersten Mal und als vierter Österreicher nach Karl Schranz, Hermann Maier und Stephan Eberharter praktisch als Gewinner des Gesamtweltcups fest. "Ich denke, ich habe es jetzt geschafft", sagte er erleichtert.

Theoretisch fehlten Raich nach dem ersten von zwei Rennen auf dem Olympiaberg von 1998 noch 18 Punkte, doch praktisch ist ihm die "große Kristallkugel" nicht mehr zu nehmen. Der Norweger Aksel Lund Svindal hat 482 Punkte Rückstand und müsste die fünf noch ausstehenden Rennen gewinnen, um Raich abzufangen. Gleichzeitig dürfte der Spitzenreiter keine Punkte mehr holen - eine Illusion. "Es wird nicht leicht für ihn", sagte Raich mit einem Grinsen.

Gesamtweltcup bedeutet Raich sehr viel

Tatsächlich weiß auch "Big Ben", dass er nach dem Finale des Weltcups in schwedischen Are (15. bis 19. März) die begehrte Trophäe in Händen halten wird. "Das war schon immer mein großes Ziel. Der Gesamtweltcup zeigt, dass du in zwei oder drei Disziplinen sehr konstant gewesen bist. Das bedeutet mir sehr viel", versicherte der 28 Jahre alte Tiroler, der bei Olympia 2006 Gold im Riesenslalom und im Slalom gewonnen hatte.

Beim ersten von zwei Slaloms auf dem Mount Yakebitai siegte Raich nach Laufbestzeit im ersten Durchgang am Ende in 1:36,83 Minuten vor dem Japaner Akira Sasaki (1:36,83) und dem Kanadier Thomas Grandi (1:37,17). Dagegen schwächelt der Italiener Giorgio Rocca. Nach fünf Siegen zum Saisonauftakt und seinem frühen Scheitern bei Olympia ist sein Vorsprung im Slalom-Weltcup nach Rang 16 auf 120 Punkte vor Kalle Palander (Finnland) geschmolzen.

Neureuther erzielt bestes Saisonergebnis

Fern der Heimat zeigt dagegen Felix Neureuther aufsteigende Form. Nachdem der Partenkirchener bei den Riesenslaloms eine Woche zuvor im südkoreanischen Yongpyong seine ersten Weltcup-Punkte in dieser Disziplin geholt hatte, legte er in Shigakogen nun mit dem besten Saisonergebnis nach. Mit der ungünstigen Startnummer 28 fuhr er zunächst auf Rang zehn, im Finale verbesserte er sich noch auf Rang acht. Alois Vogl dagegen wurde nur 24.

© SID

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