Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.01.2007

14:27 Uhr

Ski alpin Weltcup

Raich lässt sich Riesenslalom-Sieg nicht nehmen

Der Österreicher Benjamin Raich hat den Weltcup-Riesenslalom in Adelboden/Schweiz souverän gewonnen. Als einziger deutscher Starter war Felix Neureuther bereits im ersten Durchgang ausgeschieden.

Dem Weltcup-Riesenslalom im Schweizer Adelboden hat Olympiasieger Benjamin Raich seinen Stempel aufgedrückt. Der Österreicher lag bei der Generalprobe für die Ski-WM in Are in einer Gesamtzeit von 2:25,29 Minuten deutlich vor dem Italiener Massimiliano Blardone (2:26,14) und Aksel Lund Svindal aus Norwegen (2:26,29). Für Raich war es bereits der 25. Triumph im Weltcup, der zweite in diesem Winter.

Der einzige deutsche Starter, Felix Neureuther (Partenkirchen), hatte das Finale wegen eines schweren Fehlers im Zielhang verpasst. Er kam auf Rang 40. Svindal verteidigte seine Führung im Gesamtweltcup erfolgreich.

"Ich habe keinen Fehler gemacht", stellte Raich nach seinem 25. Weltcup-Sieg lapidar fest: "Es ist einfach nur super gelaufen." Raich hatte bereits im Vorjahr auf dem legendären Kuonisbergli gewonnen und sich später neben Slalom-Gold bei den Olympischen Spielen auch im Riesentorlauf die wertvollste Plakette gesichert. In diesem Winter suchte der Gesamtweltcup-Sieger nach seinem Slalomsieg zum Auftakt im finnischen Levi aber lange seine Form - ausgerechnet in Adelboden fand der "Blitz aus Pitz" sie wieder, nachdem er zuvor 15 Rennen in Serie das Podium nur aus der Ferne betrachten durfte.

Jahreszeit liegt Raich

"Ich bekomme zu dieser Jahreszeit immer ein gutes Gefühl, warum das so ist, kann ich auch nicht erklären", sagte Raich. Die Rolle des Favoriten wollte er aber noch nicht annehmen. "Die Luft an der Spitze ist sehr dünn. Wenn Kleinigkeiten nicht passen, ist man ganz schnell nur Vierter oder Fünfter", meinte der 28-Jährige.

Nicht ganz so stark wie Raich, aber auch noch gut war Felix Neureuther im ersten Lauf unterwegs. Mit einem schweren Fehler im Zielhang vermasselte er sich aber eine bessere Platzierung als Rang 40. "Ich bin viel zu direkt an das Tor rangefahren", erklärte er sein "saublödes" Malheur. "Ich ärgere mich sehr, da ich bis dahin einen super Lauf hatte", ergänzte der 22 Jahre alte Draufgänger.

Neureuther ist in der deutschen Problemdisziplin Riesenslalom derzeit der einzige Starter des Deutschen Skiverbandes (DSV), der trotz mancher Unkonzentriertheiten konstant unter die Top 30 fahren kann. "Brutal", fand er es deshalb, dass er auf dem schwersten Hang im Weltcup die Punkte-Ränge verpasste. Doch schon am Sonntag will er beim Slalom an gleicher Stelle wieder angreifen: "Ich weiß, dass ich gut in Form bin und freue mich auf das Rennen."

© SID

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×