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08.01.2010

12:49 Uhr

Ski alpin Weltcup

Riesch fährt in Haus aufs Podest

Maria Riesch ist bei der Weltcup-Abfahrt im österreichischen Haus im Ennstal auf den dritten Platz gefahren. Den Sieg sicherte sich Lindsey Vonn (USA) vor der Schwedin Anja Pärson.

In Haus auf dem Podest: Maria Riesch. Foto: AFP SID

In Haus auf dem Podest: Maria Riesch. Foto: AFP

Maria Riesch bleibt ihrer schier unschlagbaren Freundin Lindsey Vonn fünf Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele in der alpinen Königsdisziplin weiter auf den Fersen. Beim dritten Sieg der Amerikanerin in der dritten Weltcup-Abfahrt dieses Winters rauschte die Partenkirchenerin auf der Strecke ihres ersten großen Triumphs bis auf 0,39 Sekunden an die Doppelweltmeisterin heran und belegte hinter Anja Pärson aus Schweden Rang drei.

"Es wäre schon möglich gewesen, die Lindsey zu schlagen", sagte Riesch nach der ersten von zwei Schussfahrten im österreichischen Haus, "doch ich habe noch zu viele Fehler gemacht."

Riesch: "Ich bin sehr zufrieden mit dem Podium"

Auf der Krummholz-Piste im Ennstal hatte Maria Riesch sechs Jahre zuvor ihre ersten beiden Weltcup-Siege gefeiert, diesmal war Vonn allerdings eine Klasse für sich und fuhr in 1:38,84 Minuten zu ihrem vierten Saisonsieg. Die ebenfalls wiedererstarkte Pärson war um 0,04 Sekunden schneller als Maria Riesch, was die Deutsche doch ein wenig grämte: Statt 80 Weltcup-Punkten blieben ihr nur 60, im Gesamtweltcup fiel sie damit hinter Vonn (694 Punkte) auf Rang zwei (659) zurück. "Das ist schon ärgerlich", sagte die 25-Jährige, sie betonte aber auch: "Ich bin sehr zufrieden mit dem Podium."

Eine bemerkenswerte Fahrt gelang neben Maria Riesch auch Teamkollegin Viktoria Rebensburg. Die 20-Jährige ging als letzte Läuferin des Rennens auf die Strecke, fuhr mit Startnummer 62 aber noch auf Rang 16 vor (1,68 Sekunden zurück). In ihrer erst dritten Abfahrt gelang der mehrfachen Junioren-Weltmeisterin damit erstmals der Sprung in die Weltcup-Punkte. Die Kreutherin ist bereits für Olympia qualifiziert, wird dort nun aber auch zu einer Option für die Abfahrt. DSV-Damen-Cheftrainer Mathias Berthold ließ schon mal durchblicken, dass Rebensburg "die Strecke dort liegt".

Trainer Berthold: "Wäre mehr möglich gewesen"

Auch Maria Riesch liegt die Strecke in Whistler, zudem stand sie in der dritten Abfahrt des Winters nach ihren Plätzen drei und zwei im kanadischen Lake Louise auch schon zum dritten Mal auf dem "Stockerl". Und sie stellte fest, dass sie noch Luft nach oben hat. "Im unteren Teil war ich schneller als die Lindsey", doch im oberen Streckenteil waren ihr noch einige Fehler unterlaufen - was auch Cheftrainer Berthold ein wenig wurmte: "Es war insgesamt ein gutes Abfahrtsergebnis, auch wenn mehr möglich gewesen wäre." Am Samstag hat Maria Riesch schon die Chance, mehr möglich zu machen.

Ihre Freundin wird ihr allerdings nichts schenken. "Ich hatte heute viel Spaß und freue mich auf morgen und übermorgen", betonte Lindsey Vonn, die auch im Super-G am Sonntag die Favoritin auf der WM-Strecke von 2013 ist. Und auch die zweitplatzierte Anja Pärson kündigte mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht weitere Großtaten an: "Ich bin sehr stolz. Ich hatte noch einige kleine Fehler, aber ich komme immer besser in Schwung und weiß, ich kann's noch besser."

Stechert kämpft um Olympia-Norm

Hoffnungen auf eine Olympia-Teilnahme macht sich auch noch Gina Stechert aus Oberstdorf, die nach einem Kreuzbandriss noch um die Erfüllung der Qualifikations-Norm kämpft. Zwei Top-15-Platzierungen im Weltcup muss sie dafür noch nachweisen, im ersten Anlauf in Haus verfehlte sie das Teil-Ziel auf Rang 19 um 0,25 Sekunden. Dennoch gab sie sich nach ihrer besten Saisonleistung optimistisch: "Ich glaube daran, dass es noch klappt."

Maria Holaus aus Österreich zog sich bei einem Sturz beim Einfahren einen Knöchelbruch im rechten Fuß zu und fällt damit für etwa sechs Wochen aus. Darüber hinaus erlitt die 26-Jährige Verletzungen im Sprunggelenk und an der Syndesmose. Sie wurde noch am Freitag operiert. Holaus' bislang größter Erfolg war der Sieg beim Weltcup-Super-G im Januar 2008 in Cortina d'Ampezzo.

© SID

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