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26.01.2007

13:05 Uhr

Ski alpin Weltcup

Riesch verpasst die Wende - Götschl gewinnt

Die Österreicherin Renate Götschl gewann den Super-G von San Sicario - für Maria Riesch erfüllte sich dagegen die Hoffnung auf eine Trendwende nicht. Am Ende reichte es für die Partenkirchenerin nur zu Rang 19.

Es sollte die große Wende werden, doch nach dem Super-G von San Sicario haderte Maria Riesch mal wieder mit sich selbst. Neun Tage vor dem ersten Rennen bei der Weltmeisterschaft im schwedischen Are, ebenfalls ein Super-G, war die Partenkirchenerin mit Rang 19 zwar "einigermaßen zufrieden". Aber ein böser Schnitzer im Mittelteil der Olympia-Piste von 2006 hatte sie um den erhofften Befreiungsschlag gebracht.

"Nach diesem Patzer war kein Spitzenplatz mehr drin", hatte sie nach ihrer ansonsten guten Fahrt auf der Fraiteve Olympique richtig erkannt. Immerhin: Trotz des Fehlers fuhr Maria Riesch beim 43. Sieg der Österreicherin Renate Götschl nach den Plätzen 32, 26 und 14 zu ihrem zweitbesten Saisonergebnis in der zweitschnellsten Disziplin.

Beste Deutsche war allerdings Gina Stechert. Die Oberstdorferin empfahl sich als 16. mit ihrem besten Karriere-Resultat für ein WM-Ticket. Im vorläufigen Kader hatte die 19-Jährige noch gefehlt. Fanny Chmelar (Partenkirchen) fuhr auf Platz 41, Petra Haltmayr war nach ihrem Trainingssturz vom Donnerstag nicht am Start.

Optimale Bedingungen

Vor allem Maria Riesch hatte sich mehr versprochen. Anders als die schwierigen Strecken, die sie zuletzt befahren musste, bot die Fraiteve optimale Bedingungen. Eine harte Piste, ausreichend Schnee und vor allem Sonnenschein. Das bedeutete optimale Sichtverhältnisse - für Riesch nach ihren beiden Kreuzbandrissen wichtig wie für kaum eine andere Ski-Rennläuferin.

"Wenn sie wenig oder gar nichts sieht, zieht sie noch immer zurück und verliert die Linie", hatte Frauen-Cheftrainer Mathias Berthold zuletzt betont. Aufgrund der Verletzungen sei ihr bisweilen sehr defensives Fahrverhalten aber "normal", meinte Berthold.

Positiv war deshalb auch, dass Riesch in San Sicario wieder etwas aggressiver auf dem Ski stand als zuletzt. "Ich habe versucht, Vollgas zu geben", meinte sie: "An der entscheidenden Stelle war das vielleicht zuviel des Guten." Dennoch: "Es geht Schritt für Schritt bergauf."

Renate Götschl Maß aller Dinge

Von der Form einer Renate Götschl ist sie aber weit entfernt. Beim vierten Super-G des Winters stand die 31-Jährige zum dritten Mal ganz oben, einmal war sie Dritte. In 1:24,90 Minuten lag sie 0,09 Sekunden vor der US-Amerikanerin Lindsey Kildow, Dritte wurde Christine Sponring (Österreich). Mit dem insgesamt 16. Super-G-Sieg ihrer Karriere schloss Götschl in der ewigen Bestenliste zur bislang allein führenden Katja Seizinger auf. Im aktuellen Gesamt-Weltcup bleibt Götschls Landsmännin Marlies Schild vorne.

Am Freitag steht die siebte Abfahrt der Saison an, am Sonntag wird ein weiterer Super-G das letzte Rennen vor der WM (3. bis 18. Februar) sein.

© SID

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