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15.01.2011

12:00 Uhr

Ski alpin Weltcup

Weltcup-Riesenslalom in Maribor abgebrochen

Wegen frühlingshafter Temperaturen und einer dadurch bedingt viel zu weichen Piste musste der Weltcup-Riesenslalom in Maribor nach 25 von 72 Starterinnen abgebrochen werden.

Maria Riesch wurde um eine weitere Top-Platzierung gebracht. Foto: SID Images/pixathlon SID

Maria Riesch wurde um eine weitere Top-Platzierung gebracht. Foto: SID Images/pixathlon

Frühlingshafte Temperaturen bis zu 15 Grad und eine viel zu weiche Piste haben die deutschen Ski-Rennläuferinnen um Doppel-Olympiasiegerin Maria Riesch im slowenischen Maribor um weitere Top-Platzierungen gebracht. Der Weltcup-Riesenslalom auf der kaum befahrbaren Piste "Pohorje2" musste nach 25 von 72 Starterinnen im ersten Durchgang abgebrochen werden. Der für Sonntag in Maribor geplante Slalom ist nun ebenfalls stark gefährdet.

Maria Riesch (Partenkirchen) lag zum Zeitpunkt des Abbruchs aussichtsreich auf Rang drei, nur 0,21 Sekunden hinter Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg (Kreuth), die Bestzeit gefahren war. Weltmeisterin Kathrin Hölzl (Bischofswiesen) hatte Rang sieben (0,89 Sekunden zurück) erreicht, Lindsey Vonn aus den USA (1,60), Rieschs Dauer-Rivalin im Kampf um den Gesamtweltcup, erreichte im Zwischenklassement dagegen nur Rang zwölf.

Läuferinnen zeigen Verständnis

Für den Abbruch zeigten alle Läuferinnen Verständnis, auch wenn Maria Riesch anmerkte: "Für uns ist das natürlich schade." Mit Startnummer sechs hatte die 26-Jährige noch verhältnismäßig gute Bedingungen vorgefunden, aber auch berichtet: "An manchen Stellen war es total gut, an anderen waren schon Spuren drin. Es war völlig unterschiedlich." Mit Hilfe von Kunstdünger war die Piste mehr schlecht als recht hergerichtet worden.

Die Absage hatte sich aufgrund der hohen Temperaturen in Maribor schon seit Tagen abgezeichnet, dennoch entschieden sich Atle Skaardal, Renndirektor des Ski-Weltverbandes FIS, und die Rennjury zu einem Start des Rennens. "Alle waren waren der Meinung, dass es nicht so schlecht ausschaut. Wir wollten es wenigstens probieren. Aber dann kam die Sonne raus und es war extrem warm", sagte Skaardal.

"Kein unnötiges Risiko eingehen"

"Atle Skardal hat die absolut richtige Entscheidung getroffen", sagte der österreichische Damen-Cheftrainer Herbert Mandl nach dem Abbruch. Mandl hatte sich schon nach Startnummer 20 entschlossen, seine weiteren Läuferinnen aus dem Rennen zu nehmen. "Wir wollten kein unnötiges Risiko eingehen", sagte er. Als Grund für den Abbruch gab Skaardal die Pistenverhältnisse an. "Eine Fortführung wäre für die Läuferinnen zu gefährlich geworden", sagte er.

Lindsey Vonn begrüßte den Abbruch. "Es war sehr schwer zu fahren, schon mit Nummer sechs, sieben war die Piste schlecht. Es gab viele Löcher, der Schnee war nicht echt, wie Zucker, es war unfair. Da kannst du dir sogar das Bein brechen. Es ist viel zu warm für ein Skirennen, sehr gefährlich, zu gefährlich", sagte sie. Hölzl lobte die Entscheidung der Rennjury: "Das hatte mit Skifahren nichts zu tun. Abzubrechen war die beste Entscheidung."

Am Sonntag soll mit dem Slalom in Maribor ein neuer Versuch gestartet werden. "Wir werden versuchen, eine Strecke herzurichten. Wir werden es versuchen", sagte Skaardal.

© SID

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