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22.01.2007

16:06 Uhr

Ski alpin WM

DSV setzt in Are auf "Mini-Team"

Mit lediglich sieben Frauen und drei Männern tritt der DSV die Reise zur alpinen Ski-WM (3. bis 18. Februar) nach Are an. Mit diesem "Mini-Team" soll der Teamweltmeister-Titel von Bormio 2005 verteidigt werden.

Der Deutsche Skiverband (DSV) setzt bei der in knapp zwei Wochen beginnenden alpinen Ski-WM in Are (3. bis 18. Februar) auf das bislang kleinste Team der Nachkriegsgeschichte. Lediglich sieben Frauen und drei Männer sollen in Schweden erstmals seit St. Anton 2001 eine Einzemedaille für Deutschland holen und den Teamweltmeister-Titel von Bormio 2005 verteidigen. Das gab der Verband, der bisher immer mindestens elf Starter ins Rennen geschickt hatte, am Montag bekannt.

Neun der Auserwählten haben die Nominierungskriterien erfüllt und waren bei Weltcup-Rennen entweder einmal unter die besten Acht oder zweimal in die Top 15 gefahren. Als zehnter Starter wurde Alois Vogl (Zwiesel) berufen, obwohl der Slalom-Spezialist bei vier Starts in dieser Saison als 21. in Beaver Creek (USA) nur einmal ins Ziel kam. Der Bayerwälder hat laut Alpinchef Wolfgang Maier aufgrund seines Potenzials und starker Leistungen in der Vergangenheit einen "Freifahrtschein".

Einsatz von Keppler fraglich

Felix Neureuther (Partenkirchen) und Stephan Keppler (Ebingen) komplettieren das Männer-Trio des DSV. Hinter Kepplers Einsatz steht aber noch ein kleines Fragezeichen. Der Speed-Spezialist zog sich in Val d´Isere am Samstag bei einem Trainingssturz einen Kahnbeinbruch an der rechten Hand und einen Haarriss am linken Hüftkopf zu. "Einen günstigen Heilungsverlauf vorausgesetzt besteht die Chance, dass Stephan starten kann", sagte Mannschaftsarzt Ernst-Otto Münch.

Die siebenköpfige Frauen-Riege wird angeführt von Maria Riesch (Partenkirchen), die im Dezember bei der Abfahrt im amerikanischen Lake Louise den einzigen Saisonsieg für den DSV einfahren konnte. Die weiteren Starterinnen sind Rieschs jüngere Schwester Susanne, Fanny Chmelar (beide Partenkirchen), Annemarie Gerg (Lenggries), Monika Bergmann-Schmuderer (Lam), Petra Haltmayr (Rettenberg) und Kathrin Hölzl (Bischofswiesen).

Die Nachwuchshoffnungen Gina Stechert (Oberstdorf), Carolin Fernsebner (Ramsau) und Veronika Staber (Samerberg) bei den Frauen sowie Johannes Stehle (Obermaiselstein) bei den Männern wurden nicht berufen. "Wir werden wohl auch Athleten mitnehmen, die die Limits nicht geschafft haben", hatte Damen-Chefcoach Mathias Berthold am Freitag bei Weltcup in Cortina d´Ampezzo noch angekündigt.

"Erfahrungen sammeln"

Nach Meinung Bertholds sollten die Talente in Are "Erfahrungen sammeln". In der Diskussion mit der letzten Instanz Maier fielen die jungen Kandidaten aber durch. Bei den letzten sechs Rennen vor den Titelkämpfen hat das Quartett aber noch die Möglichkeit, sich zu qualifizieren.

Dabei darf sich jedoch nur noch Stechert bei den beiden Super-G und der Abfahrt in San Sicario (Italien) etwas ausrechnen. Staber und Fernsebner haben als Technikerinnen wohl ebensowenig eine realistische Chance wie Speed-Spezialist Stehle bei den drei noch zu fahrenden Torläufen in Kitzbühel und Schladming (Österreich).

© SID

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