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12.01.2011

16:18 Uhr

Ski Freestyle Weltcup

Bohnacker sorgt für zweiten Weltcup-Erfolg

Drei Wochen vor dem WM-Start in Park City/Deer Valley haben die deutschen Ski-Crosser überraschend den zweiten Weltcup-Sieg eingefahren. Daniel Bohnacker überzeugte in Alpe d'Huez.

Freude über Platz eins: Daniel Bohnacker (l.) beim Weltcup in dhuez. Foto: SID Images/AFP/Jean-Pierre Clatot SID

Freude über Platz eins: Daniel Bohnacker (l.) beim Weltcup in dhuez. Foto: SID Images/AFP/Jean-Pierre Clatot

Die deutschen Ski-Crosser befinden sich drei Wochen vor Beginn der WM im amerikanischen Park City/Deer Valley (2. bis 5. Februar) weiter im Aufwind. Daniel Bohnacker fuhr im französischen Alpe d'Huez völlig überraschend den zweiten Weltcup-Sieg für den Deutschen Skiverband (DSV) in diesem Winter ein. Der 20-Jährige aus Gerhausen setzte sich im Endlauf vor Andreas Matt (Österreich), dem Weltmeister und Olympia-Zweiten, durch.

Bohnackers Teamkollege Simon Stickl (Bad Wiessee), der vor einem Jahr im österreichischen St. Johann den ersten Weltcup-Sieg für den DSV errungen hatte, belegte Platz sieben. Heidi Zacher (Lenggries), am Freitag als erste deutsche Frau im Ski-Cross Weltcup-Siegerin ebenfalls in St. Johann, wurde Vierte.

Herdt: "Das ist schon eine Überraschung"

"Dass Daniel unter die besten 16 der Welt fahren kann, ist klar. Aber das ist schon eine Überraschung", sagte Heli Herdt, sportlicher Leiter des DSV: "Sein achter Platz in St. Johann letzte Woche war schon ein Achtungserfolg. Ich habe gehofft, dass er sich davon tragen lässt. Er ist ein Typ dafür, lernt sehr schnell und hat eine klare Zielsetzung. Das hat man jetzt gesehen."

Bohnacker war als Jugendlicher Ski-Rennläufer, hatte aus gesundheitlichen Gründen aber aufgehört und sich vor zwei Jahren dem Ski-Cross zugewendet. Er nährte die Medaillen-Träume des DSV für das WM-Rennen am 4. Februar in Deer Valley. "Das ist nicht mehr von der Hand zu weisen", antwortete Herdt auf die Frage, ob seine Mannschaft jetzt zu den Mitfavoriten gehöre. Zumal das WM-Terrain dem in Alpe d'Huez ähnelt. Weil sein Team aber auch schon in St. Johann überzeugte, sagte Herdt, "dass es keine Strecken mehr gibt, die wir nicht im Griff haben".

© SID

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