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26.02.2015

09:41 Uhr

Ski-Langlauf

Vom ersten Silber bis zur „Goldenen Generation“

Am Freitag startet in Falun eine junge Generation Ski-Langläufer. Sie lösen die „Goldene Generation“ ab, die die letzten 15 Jahre die nordischen Ski-Weltmeisterschaften geprägt hat – mit großem Jubel und ganz viel Pech.

Mit Axel Teichmann stirbt die Hoffnung der „Goldenen Generation“ auf eine WM-Medaille. Der zweimalige Einzelweltmeister stürzt bei einer Aufholjagd zweimal, später bricht sogar noch der Ski. dpa

Pechsträhne

Mit Axel Teichmann stirbt die Hoffnung der „Goldenen Generation“ auf eine WM-Medaille. Der zweimalige Einzelweltmeister stürzt bei einer Aufholjagd zweimal, später bricht sogar noch der Ski.

FalunDie Langlauf-Staffel der Herren war in der Geschichte der nordischen Ski-Weltmeisterschaften oft von dramatischen, manchmal auch kuriosen Szenen geprägt. Die deutschen Starter spielten zumindest in den vergangenen 15 Jahren oft eine gute Rolle und holten Edelmetall.

Am Freitag startet bei den Titelkämpfen in Falun eine junge DSV-Generation den ersten Anlauf, um für neuen Glanz zu sorgen. Ein Blick in die Historie hilft vielleicht als Motivationsspritze.

1934 – Das erste Edelmetall: Völlig überraschend gewinnt die deutsche Staffel, unter anderem mit Willy Bogner senior, im schwedischen Sollefteå hinter Finnland Silber. Das erste Staffel-Edelmetall in der WM-Geschichte sollte bis 1970 auch das einzige bleiben.

1974 – Das einzige Gold: Erneut in Schweden, diesmal in Falun, wächst die DDR-Staffel über sich hinaus. Trotz eines Sturzes von 15-Kilometer-Weltmeister Gerhard Grimmer reicht es zum Titel. Beim Versuch, dieses Kunststück zu wiederholen, scheiterten bisher alle Nachfolger.

1982 – Die dramatische Entscheidung: Zweimal Gold, zweimal Bronze - die Staffel am Holmenkollen geht als die dramatischste in die Geschichte ein. Ein Zielfoto wird in Oslo nicht herangezogen. Es hätte dokumentiert, dass der sowjetische Schlussläufer einen Wimpernschlag vor Norwegen über den Zielstrich lief und Finnland im Kampf um Bronze ebenso knapp die DDR besiegte. So durften sich alle vier Staffeln als Gewinner fühlen.

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2001 – Der Angriff der neuen Deutschen: Im finnischen Lahti startet die Ära einer neuen deutschen Langlauf-Generation. Jens Filbrich, René Sommerfeldt und Andreas Schlütter, heute Sportlicher Leiter Langlauf im DSV, gehören zum Bronze-Quartett. Es ist der Auftakt einer Erfolgsserie, der nur die goldene Krönung versagt blieb.

2003 – Die kurioseste Staffel: Die Entscheidung in Val di Fiemme ist scheinbar schon vor dem letzten Wechsel zugunsten Schwedens gefallen. Schlussläufer Jörgen Brink geht mit 20 Sekunden Vorsprung vor Norwegen und Deutschland in den letzten Anstieg, der im Wald liegt und von den Fernsehkameras nicht erfasst wird. Doch als erste stürmen dann plötzlich Thomas Alsgaard und Axel Teichmann auf die Zielgeraden, der Norweger gewinnt knapp. Brink geht im Anstieg völlig „blau“, rettet gerade noch Bronze.

2007 – Die enttäuschendste Staffel: In Sapporo soll der Gold-Fluch endlich gebrochen werden. Jens Filbrich, Franz Göring, Tobias Angerer und Axel Teichmann sind klare Titel-Favoriten. Doch es klappt wieder nicht. Schlimmer noch: Das DSV-Quartett schafft nicht einmal den Sprung aufs Podest, muss sich mit Platz vier begnügen. Die wohl größte Enttäuschung aus deutscher Sicht.

2013 – Die Pechsträhne des Axel Teichmann: Soviel Pech wie Axel Teichmann in der Staffel-Entscheidung in Val di Fiemme hat ein Sportler manchmal in der ganzen Karriere nicht. Der zweimalige Einzelweltmeister stürzt bei einer Aufholjagd zweimal, später bricht sogar noch der Ski. Die Team-Kollegen verfolgen das Drama fassungslos. Die letzte Chance auf eine WM-Medaille der „Goldenen Generation“ liegt buchstäblich im Trentino-Schnee.

Von

dpa

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