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03.02.2017

13:19 Uhr

Ski-WM in St. Moritz

Neureuther möchte wieder „der alte Felix“ sein

2013 hatte Neureuther vor der WM sechs Podestplätze eingefahren, vor zwei Jahren waren es sieben - in diesem Winter steht der Zähler bei drei. Bei seinen achten Weltmeisterschaften will er „wieder der alte Felix sein“.

Der 32-Jährige will bei seinen achten Weltmeisterschaften wieder überzeugen. Am Sonntag geht es wieder auf die Piste. dpa

Felix Neureuther

Der 32-Jährige will bei seinen achten Weltmeisterschaften wieder überzeugen. Am Sonntag geht es wieder auf die Piste.

Garmisch-PartenkirchenWenn die Ski-WM in St. Moritz am Montagabend eröffnet wird, hat Felix Neureuther einen Trainingstag irgendwo in den Alpen hinter sich. Am Sonntag will Deutschlands bester Skirennfahrer wieder zurück auf die Piste, nachdem er wegen einer Knieblessur zuletzt einige Tage aussetzen musste. „Es geht echt besser. Die Pause war wichtig, ich habe wirklich absolut gar nichts gemacht, nur Therapie. Ich war viel im Wasser, was für mein Knie sehr gut war“, sagte Neureuther in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. „Wir sind auf einem guten Weg.“

Bis zu seinem ersten Einsatz in St. Moritz hat er noch Zeit. Die erste Woche mit den Speedevents in Abfahrt und Super-G verfolgt der 32-Jährige aus der Ferne. Erst in der zweiten Woche mit dem Team-Event am Dienstag, dem Riesenslalom am Freitag und dem Slalom am letzten Wettkampftag geht es auch für Neureuther um Medaillen.

Die Tage bis zu seinem WM-Comeback im Engadin - schon seine ersten Weltmeisterschaften vor 14 Jahren waren in dem Nobelort in der Schweiz - braucht Neureuther aber nicht nur, um völlig gesund zu werden. Auch an der wichtigen Materialabstimmung von Schuh, Bindung und Ski muss er noch feilen. „Mein persönliches Ziel ist, dieses Aha-Erlebnis zu haben, dass ich das Gefühl habe, jetzt wieder der alte Felix zu sein. Dass ich das Gefühl habe fürs Material und mich bis ans Limit pushen kann“, berichtete Neureuther. „Wenn mir das gelingt, dann weiß ich, dass ich sehr schnell Skifahren kann.“

Noch aber, das gesteht er, habe er dieses Gefühl weder im Rennen noch im Training. Die Konsequenz: Vor dem ersten WM-Rennen hat der Techniker deutlich weniger Podestplätze im Weltcup eingefahren als in den vergangenen WM-Jahren. 2013 waren es sechs, 2015 sieben - in diesem Winter steht der Zähler bei drei.

„Ich habe es schon auch vorher probiert. Vor allem was den Slalom betrifft, ist es nicht so locker und geschmeidig gelaufen, wie ich mir das gewünscht habe. Ich arbeite daran, dieses Momentum wieder zu finden“, sagte er vor seiner achten WM. Denn nach Team-Gold 2005, Team-Bronze 2013 und den beiden Slalom-Plaketten von 2013 und 2015 möchte Neureuther bei den aller Wahrscheinlichkeit nach letzten Weltmeisterschaften seiner Laufbahn noch mal aufs Podest.

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