Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.01.2007

12:07 Uhr

Skispringen International

Ärzte wecken Mazoch aus künstlichem Koma auf

Der tschechische Skispringer Jan Mazoch ist aus dem künstlichen Koma aufgeweckt worden. Mazoch, der beim Weltcup in Zakopane schwer gestürzt war, befindet sich aber weiterhin in einem "sehr ernsten Zustand".

Immer noch keine Entwarnung im Fall Jan Mazoch: Der schwer gestürzte tschechische Skispringer ist zwar aus dem künstlichen Koma aufgeweckt worden, sein Zustand bleibt aber weiter sehr ernst. Der 21-Jährige war am vergangenen Samstag im polnischen Zakopane bei komplizierten Windbedingungen mit 90 Stundenkilometern kopfüber auf den Aufsprunghang gestürzt. Die starke Schwellung des Gehirns ist nach Auskunft der Ärzte zurückgegangen.

"Die Ärzte hatten Kontakt mit dem Patienten. Er atmet selbstständig, aber sein Zustand bleibt sehr ernst", sagte Anna Niedzwiedzka als Sprecherin des Krankhauses in Krakow. Über die eigentlich schon am vergangenen Wochenende geplante Verlegung des von schweren Gesichtverletzungen gezeichneten Mazoch in ein Hospital in Prag wollten sich die Ärzte nicht äußern. Die Entscheidung, die zehnstündige Aufwachphase aus dem künstlichen Koma einzuleiten, war nach einem Gehirnscan des Patienten getroffen worden.

Weltcup macht Halt in Oberstdorf

Das tschechische Team wird beim Skisprung-Weltcup am Wochenende in Oberstdorf trotz der schweren Verletzung von Mazoch, der immer noch auf der offiziellen Meldeliste steht, antreten. Obwohl jeweils leichter Schneefall vorhergesagt ist, erwarten die Organisatoren nicht so komplizierte Bedingungen wie in Zakopane. "Die Arena ist weitestgehend von drei Seiten gegen unberechenbare Windböen geschützt", sagte Rennleiter Ralf Schmid. Die Gesundheit der Athleten werde in jedem Fall im Vordergrund stehen, notfalls werde es einen Abbruch geben.

Der tschechische Cheftrainer Richard Schallert hat zudem angekündigt, dass er seine Sportler bei schwierigen Windbedingungen künftig aus dem Wettbewerb nehmen will. Ob Mazoch jemals wieder springen kann oder bleibende Schäden zurückbleiben, ist derzeit noch völlig ungewiss.

© SID

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×