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02.01.2006

13:43 Uhr

Skispringen Nationalmannschaft

Horngacher soll Schmitt Flügel machen

Der Deutsche Skiverband (DSV) hat dem Österreicher Stefan Horngacher ein konkretes Angebot gemacht, den Skisprung-Stützpunkt in Hinterzarten zu leiten. Horngacher könnte somit auch Trainer von Martin Schmitt werden.

Um seinem Schützling Martin Schmitt einen Weg aus der Krise zu zeigen, greift der Deutsche Skiverband (DSV) zu allen erdenklichen Mitteln. Jetzt hat sich der DSV in Österreich umgesehen und dem einstigen Austria-Topflieger Stefan Horngacher ein Angebot unterbreitet, Stützpunkttrainer in Hinterzarten und damit wohl Heimcoach des viermaligen Weltmeisters zu werden. Eine Entscheidung soll aber erst nach den Winterspielen in Turin (10. bis 26. Februar) fallen.

"Wir haben Horngacher schon seit längerem ein Angebot gemacht, er ist ein Topmann. Die Entscheidung, ob er Schmitt betreut, treffen wir nach der Saison. Erstmal muss er Ja sagen", sagte DSV-Sportchef Thomas Pfüller dem sid. Überschneidungen mit Schmitts Heimtrainer Rolf Schilli oder Streit um Kompetenzen werde es nicht geben: "Rolf Schilli ist ja hauptsächlich im Nachwuchs tätig."

Angebot ehrt Horngacher

Horngacher, der derzeit noch in Polen Jugendtrainer ist, wird das Angebot aus Deutschland wohl annehmen, obwohl er in Österreich auch die Kombinierer im Stützpunkt Innsbruck betreuen könnte. "Das Angebot des DSV ist sehr konkret und ehrt mich sehr. Das ist ein Job, nachdem man sich alle zehn Finger leckt", sagte Horngacher der Welt. Auch familiär wäre es für ihn eine hervorragende Perspektive, da er mit der im Schwarzwald ansässigen deutschen Physiotherapeutin Nicole Hoffmeyer liiert ist. Das Paar hat eine gemeinsame Tochter.

Horngacher traut sich zu, Schmitt helfen zu können: "Vielleicht tut es ganz gut, wenn er mal eine neue Schule kennen lernt. Er hat große Qualitäten, ich würde ihm gern helfen, nach vorn zu kommen."

Der zweimalige Olympia-Dritte Horngacher feierte seinen größten Erfolg als Springer, als er 2001 in Lahti den Team-WM-Titel gewann. Damals holte Schmitt zwei seiner vier Weltmeistertitel. Inzwischen wartet er seit fast vier Jahren auf den ersten Sieg und war beim Neujahrsspringen erstmals seit neun Jahren nur Zuschauer.

© SID

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