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11.01.2009

16:00 Uhr

Skispringen Skifliegen

Schlierenzauer macht Doppelsieg am Kulm perfekt

Nach seinem Erfolg vom Samstag hat der Österreicher Gregor Schlierenzauer auch das zweite Weltcup-Skifliegen in Bad Mitterndorf gewonnen. Martin Schmitt wurde am Kulm Zwölfter.

Erneut der Beste: Gregor Schlierenzauer. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Erneut der Beste: Gregor Schlierenzauer. Foto: Bongarts/Getty Images

Als Austria-Adler Gregor Schlierenzauer die Skiflug-Arena am Kulm nach zwei überragenden Siegen in ein Tollhaus verwandelte, stand Martin Schmitt mit hängendem Kopf traurig da. Nach dem starken Comeback bei der Vierschanzentournee landete der deutsche Vorflieger in Bad Mitterndorf nur auf den Plätzen acht und zwölf. Schlierenzauer knackte hingegen vor 50 000 begeisterten Fans sogar den sechs Jahre alten Schanzenrekord von Sven Hannawald.

"Ich habe nie zu meinem Sprung gefunden. Mein Eindruck ist sicherlich nicht der beste", sagte Schmitt und machte sich traurig auf den Weg ins heimische Furtwangen. Bundestrainer Werner Schuster hatte seine Schützlinge bereits nach dem ersten Flug kritisiert: "Das war ernüchternd. Wir hatten keine Chance."

Schmitt blickt zuversichtlich zu den kommenden Springen

Dennoch blickte Schmitt optimistisch zu den kommenden Springen im polnischen Wintersportort Zakopane. "Die Schanze ist dort wieder deutlich kleiner und liegt mir sicher mehr", sagte der viermalige Weltmeister. Schmitt hatte bereits vor den Fliegen am Kulm nach einer Erkältung über Schlappheit geklagt.

Mit 353,1 Punkten für Flüge auf 185,5 und 190 Metern lag Schmitt umgerechnet 22,5 Meter hinter Triumphator Schlierenzauer. Der Weltmeister flog am Sonntag zweimal über die 200-m-Marke, holte 393,6 Punkte und distanzierte den Finnen Harri Olli (390,4) sowie den Schweizer Weltcup-Spitzenreiter Simon Ammann (382,2).

Schlierenzauer knackt Hannwalds Schanzenrekord

Tags zuvor segelte Austria-Adler Schlierenzauer im zweiten Durchgang auf 215,5 Meter und überflog den 2003 von Hannawald aufgestellten Schanzenrekord um anderthalb Meter. Ammann und Landsmann Martin Koch staunten nur und mussten sich mit den Plätzen zwei und drei begnügen.

Wolfgang Loitzl zeigte nach zuvor drei Siegen in Serie Schwächen und landete nur auf den Plätzen sieben und zehn. Dennoch hatte der 29-jährige durch seinen Tournee-Triumph in seinem Heimatort Bad Mitterndorf für einen Ausnahmezustand gesorgt. Die Fans reisten in mehreren Sonderzügen zum Kulm, vor der Schanze reihten sich die Busse kilometerweit hintereinander.

Michael Neumayer und Michael Uhrmann hatten dagegen nur wenig Grund, die rot-weiß-roten Skiflug-Festspiele in der Steiermark zu genießen. Für den durch eine leichte Grippe geschwächten Neumayer (Berchtesgaden) reichte es nur zu den Plätzen 19 und 14, Routinier Uhrmann (Rastbüchl) verbuchte die Ränge 21 und 15.

Nachwuchs-Springer Schoft kann bei Kulm-Debüt nicht überzeugen

Der junge Felix Schoft (Partenkirchen) landete bei seinem Debüt am Kulm erst auf Platz 28, verpasste aber im zweiten Fliegen die Qualifikation für den zweiten Durchgang.

Der zuletzt wieder erstarkte Stephan Hocke (Schmiedefeld) musste ebenfalls ein Dämpfer hinnehmen und verpasste mit Sprüngen auf 156 und 155,5 das Finale der besten 30. Junioren-Weltmeister Andreas Wank (Oberhof) musste an beiden Tagen mit jeweils 139 Meter nach dem ersten Durchgang die Segel streichen.

© SID

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