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05.01.2008

17:35 Uhr

Skispringen Vier-Schanzen-Tournee

Ahonen triumphiert und übernimmt Gesamtführung

Der Finne Janne Ahonen hat das dritte Springen der Vierschanzentournee im österreichischen Bischofshofen gewonnen und ist jetzt Gesamtführender. Bester Deutscher war Michael Neumayer als Siebter.

Der Finne Janne Ahonen hat das dritte Skispringen der Vierschanzentournee in Bischofshofen gewonnen und die Führung in der Gesamtwertung übernommen. Der viermalige Gesamtsieger holte nach Sprüngen auf 139,5 und 138 Meter ingesamt 282,5 Punkte und steht damit als erster Springer vor dem fünften Tourneesieg. Platz zwei belegte der Österreicher Thomas Morgenstern (271,4) vor dem Schweizer Simon Ammann (259,4). Der vorherige Spitzenreiter Gregor Schlierenzauer wurde mit 129 Punkten lediglich Fünfter. Bester deutscher Springer war Michael Neumayer aus Berchtesgaden, der 149,6 Punkte für Sprünge auf 130m und 132m erhielt und Siebter wurde, jedoch in der Gesamtwertung auf Rang sechs zurückfiel.

"Für mich war es bisher eine Riesen-Tournee"

"Für mich war es bisher eine Riesen-Tournee. Siebter, Dritter und jetzt wieder Siebter. Was will man mehr?" sagte Neumayer. Bundestrainer Peter Rohwein, dem die sturmbedingte Verlegung des dritten Springens von Innsbruck nach Bischofshofen entgegen kam, sah sich erneut in seiner Arbeit bestätigt: "Neumayer war wieder sehr stabil, obwohl er die letzten Tage etwas angespannter wirkte. Auch Martin hat eine tolle Leistung gezeigt. Der zweite Sprung wird ihm Auftrieb geben."

Beim viermaligen Weltmeister Martin Schmitt zeigte die Formkurve in der Tat wieder nach oben. Nachdem er beim Auftakt in Oberstdorf bereits mit Rang elf hatte aufhorchen lassen, kämpfte er sich nach 125,5m im ersten Durchgang im Finale mit einem Satz auf 131,5m erneut auf den elften Rang.

Aus dem Dreikampf um den Gesamtsieg ist nach dem fünften Platz von Jungstar Gregor Schlierenzauer ein Duell zwischen Ahonen und dem Bischofshofen-Zweiten Morgenstern geworden. Vor dem Showdown am Dreikönigstag liegt der 30 Jahre alte Finne in der Wertung mit 834, zwei Punkten nur 10,9 Zähler vor dem 21 Jahre alten Doppel-Olympiasieger (823,3). Schlierenzauer (811,7) kann als Dritter wohl nicht mehr in die Entscheidung eingreifen.

Ahonen deklassierte die Konkurrenz mit Sprüngen auf 139,5 und 138m und ließ sich sogar zu einem Lächeln hinreißen. "Das waren perfekte Sprünge, und ich fühle mich perfekt. Nun steht noch ein Wettkampf aus, in dem alles passieren kann. Es wird ein großer Kampf", sagte der Finne.

Die längere Pause nach dem Neujahrsspringen hat dem seit Tournee-Beginn unter Problemen leidenden Michael Uhrmann wenig gebracht. Der 29-Jährige aus Rastbüchl qualifizierte sich mit einem Sprung auf 118,5m als 44. nicht für den Finaldurchgang. "Ich bin mental und körperlich müde. Meine Füße gehorchen mir nicht mehr, ich will schon fliegen, bevor ich überhaupt abgesprungen bin", sagte ein enttäuschter Uhrmann.

Freund und Schoft scheitern in der Quali

Der Oberstdorfer Georg Späth verpasste als 35. (121,0 m) ebenfalls erstmals bei dieser Tournee das Finale der Besten 30. Die Nachwuchsspringer Severin Freund (Rastbüchl) und Felix Schoft (Partenkirchen) waren am frühen Samstagnachmittag bereits in der Qualifikation gescheitert.

Die Entscheidung fällt am Sonntag ebenfalls auf der Paul-Außenleiter-Schanze beim traditionellen Dreikönigsspringen. Im vergangenen Jahr feierte Schlierenzauer an seinem 17. Geburtstag den Sieg, musste sich in der Tournee-Wertung jedoch dem Norweger Anders Jacobsen als Zweiter geschlagen geben.

© SID

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