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02.01.2006

11:48 Uhr

Skispringen Vier-Schanzen-Tournee

Hörmann: "Bislang eine solide Mannschaftsleistung"

Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Skiverbandes, äußert sich in einem Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (sid) zum bisherigen Abschneiden des deutschen Teams zur Halbzeit der Vierschanzentournee.

Nach den ersten beiden Springen der Vierschanzentournee zieht Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Skiverbandes, ein erstes Fazit und äußert sich ebenso zum tiefen Fall des einstigen "Überfliegers" Martin Schmitt.

sid: "Wie bewerten Sie die ersten beiden Springen der Vierschanzentournee?"

Alfons Hörmann: "Bisher ist das eine solide Mannschaftleistung. Aber in der Spitze sind die Platzierungen nicht ganz so, wie wir und die Öffentlichkeit sie uns erhofft haben. Das Topergebnis fehlt halt."

sid: "Gibt es von Ihrer Seite Kritik?"

Hörmann: "Natürlich wäre es schön, wenn wir uns noch besser positionieren würden. Aber gerade der Fall der Österreicher zeigt, dass es auch bei anderen Nationen nicht perfekt läuft. Wir dürfen uns jetzt nicht verrücktmachen lassen. Ich vertraue auf Peter Rohwein, er leistet saubere und solide Arbeit."

sid: "Wie sehen Sie die Dauerkrise von Martin Schmitt?"

Hörmann: "Er macht halt ein paar Dinge nicht richtig. Insgesamt ist er nicht der herausragende Leistungsträger, den man sich erhofft hat. Es ist eine spannende Frage, ob er es bis Olympia packt. Er kriegt auf jeden Fall alle Chancen. Oftmals ist es bei solchen Athleten so, dass sie wieder vorn dabei sind, wenn es zählt."

sid: "Wie wichtig sind die restlichen beiden Tourneespringen noch für das deutsche Team?"

Hörmann: "Das nimmt niemand locker und leicht. Es wäre schön, wenn wir noch einen Podiumsplatz holen. Aber wir dürfen auch die etwas ferneren Ziele nicht vergessen. Die Skiflug-WM ist wichtig, und vor allem ist Olympia wichtig. Nicht zuletzt auch für den Abschluss des neuen Fernsehvertrages."

sid: "Wie sehen Sie generell die Situation des Skispringens angesichts sinkender Zuschauerzahlen an den Schanzen?"

Hörmann: "Wir waren vorher mit Hannawald und Schmitt im absoluten Zenit. Jetzt findet die Normalisierung statt, aber auf höherem Niveau als es vor den großen Erfolgszeiten war. Das zeigen die wieder steigenden TV-Quoten. Für uns ist das die Bestätigung, dass Skispringen einen festen Platz bei den Zuschauern erobert hat. Aber natürlich wissen wir, dass wir Erfolge brauchen."

© SID

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