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05.01.2008

09:50 Uhr

Skispringen Vier-Schanzen-Tournee

ÖSV will Windnetz und Flutlicht für Innsbruck

Nach der historischen ersten Absage des Bergisel-Springens in Innsbruck will der Österreichische Skiverband (ÖSV) reagieren. In Zukunft soll die Sprungschanze mit einem Windnetz und Flutlicht ausgestattet werden.

Erstmals in der Geschichte der Vier-Schanzen-Tournee musste das Bergisel-Springen in Innsbruck aufgrund zu starker Winde abgesagt werden. Unmittelbar nach der endgültigen Absage am Freitag hat Toni Innauer Veränderungen an der windanfälligen Schanze angekündigt. "Ich denke, dass das der entscheidende Anstoß war, um in ein Windnetz und Flutlicht zu investieren. Nach den Ereignissen ist klar, dass wir etwas tun müssen", erklärte der Sportdirektor des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV).

Zwar sei durch eine Versicherung der Großteil des finanziellen Schadens von etwa 700 000 Euro abgedeckt, aber eine Wiederholung müsse man nach besten Kräften ausschließen. Als Erstes könne eine Flutlicht-Anlage in Angriff genommen werden: "Zum einen ist es abends windtechnisch gewöhnlich etwas ruhiger, zum anderen ist eine Anfangszeit um 18 Uhr auch für Zuschauer und Fernsehen viel interessanter." In diesem Winter finden in Oberstdorf und nunmehr mit den beiden Finalspringen in Bischofshofen am Wochenende bereits drei der vier Konkurrenzen der 56. Vierschanzentournee unter Flutlicht statt.

Um ein Windnetz perfekt zu positionieren, bedarf es dagegen jahrelanger Messungen und Simulationen. Bei einem Föhnsturm wie in diesem Jahr werde man laut Innauer aber auch in Zukunft keine Chance haben: "Wenn der Wind mit 130 Stundenkilometern über den Patscherkofel fegt, hat man gegen die Mächte der Natur keine Chance."

© SID

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