Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.01.2008

13:02 Uhr

Skispringen Vier-Schanzen-Tournee

Rohwein: "Einmal ist immer das erste Mal"

Bundestrainer Peter Rohwein bedauert die Absage des Bergisel-Springens, fürchtet aber keinen Imageverlust der Vierschanzentournee. "Der Mythos ist nicht zerstört", sagte er im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Vierschanzentournee wurde das Bergisel-Springen abgesagt. In einem Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (sid) sprach Skisprung-Bundestrainer Peter Rohwein über die Situation, die Reaktion des deutschen Teams und die Folgen für den "Mythos" der Tournee.

sid: "Erstmals in der Tourneegeschichte ist das Springen in Innsbruck abgesagt worden. Wie haben Ihre Springer auf die Absage reagiert?"

Peter Rohwein: "Da muss man so flexibel sein und sich schnell darauf einstellen. Die Jungs haben im Hotel gemütlich zu Mittag gegessen, dann haben wir zusammengepackt und sind nach Bischofshofen gefahren. Am Abend ist noch ein lockeres Training geplant."

sid: "Finden Sie es schade, dass bei der Tournee nun erstmals nur auf drei Schanzen gesprungen wird?"

Rohwein: "Natürlich ist das schade, zumal es erstmals seit längerer Zeit ein volles Haus in Innsbruck gegeben hätte. Aber es ist im Sinne aller, dass wir vier Springen haben und so vernünftig die Vierschanzentournee abschließen können."

sid: "Gab es wirklich keine Chance, das Springen durchzuziehen?"

Rohwein: "Das Skispringen ist nicht für diese Windgeschwindigkeit gemacht. Es gab gar keinen anderen Weg, sonst wäre es für alle Springer gefährlich geworden."

sid: "Glauben Sie, dass damit der Mythos der Tournee zerstört wird?"

Rohwein: "Der Mythos ist nicht zerstört. Einmal ist immer das erste Mal, genau wie Sven Hannawald auch einmal als erster alle vier Springen der Tournee gewonnen hat."

sid: "Ist es nicht sogar von Vorteil für Ihre Springer, dass es jetzt auf der deutschen Lieblingsschanze in Bischofshofen am Wochenende zwei Springen gibt?"

Rohwein: "Jeder hat so seine Lieblingsschanze und dass es bei uns auch Bischofshofen ist, ist umso besser für uns. Aber Michael Neumayer hat sowieso einen Lauf, der springt momentan auf allen Schanzen gut, die es gibt. Wir wollen uns mit einem starken Wochenende von der Tournee verabschieden."

© SID

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×