Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.01.2007

16:16 Uhr

Skispringen Vier-Schanzen-Tournee

Schmitt: "Jetzt muss ich am Ball bleiben"

Optimistisch blickt Skispringer Martin Schmitt nach seinem achten Platz im Abbruchspringen am Neujahrstag in Garmisch-Partenkirchen in die Zukunft. In einem Interview stand der 28-Jährige Rede und Antwort.

Nach seinem achten Platz im Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen äußerte sich Deutschlands zurzeit bester Skispringer Martin Schmitt in einem Interview zu seiner aktuellen Situation und gab einen Ausblick auf die nächsten Wettbewerbe.

sid: "Sie waren im Probedurchgang Bester, in der Qualifikation der Zweitbeste - stellt da ein achter Platz im Neujahrsspringen zufrieden?"

Martin Schmitt: "Nicht wirklich. Ich hätte weiter vorne landen können, aber die Bedingungen waren schwierig und mein Sprung im Wettkampf eben nicht optimal. Trotzdem war er gut. Ich bin hier fünfmal gesprungen und fünfmal stabil auf hohem Niveau. Morgen werde ich mich darüber sicher freuen können."

sid: "Was war Ihr Problem heute?"

Schmitt: "Die Anlaufspur war durch den starken Regen nicht mehr optimal, sehr ruppig sozusagen. Da habe ich kurz die richtige Position verloren und dadurch den Absprung nicht ganz optimal getroffen. Aber die Probleme hatten andere auch. Das hat man ja gesehen."

sid: "Warum ist es in Oberstdorf schief gegangen und hier plötzlich viel besser?"

Schmitt: "So ist das eben im Skispringen. Manchmal entscheiden nur Kleinigkeiten. In Oberstdorf habe ich einen neuen Sprunganzug verwendet. Der Stoff war sehr hart. Das hat mich im Bereich der Schuhe behindert, ich konnte die Ski beim Absprung nicht schnell genug in Position bringen. Hier habe ich einen alten, weicheren Anzug verwendet, und auf einmal stimmt das ganze System. Aber ich war schon nach der Saisonvorbereitung optmistisch, dass es in diesem Jahr wieder viel besser laufen wird."

sid: "Wann kehrt Martin Schmitt auf das Siegerpodest zurück? Dort standen Sie bei der Tournee zuletzt vor sechs Jahren ..."

Schmitt: "Jetzt muss ich am Ball bleiben. Die Schanze in Innsbruck ist viel harmonischer und liegt mir gut. Ich würde schon sehr gerne wieder ganz oben ankommen und weiß, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Die zwei Tage hier haben mir ein befreiendes Gefühl verschafft."

sid: "Die letzten vier Tage waren Stress. Freuen Sie sich auf den Ruhetag?"

Schmitt: "Ich kann ihn gut brauchen. Ich habe ein paar Probleme mit dem Schienbein, eine kleine Knochenhautreizung. Da tut Ruhe gut."

© SID

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×