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03.01.2007

15:10 Uhr

Skispringen Vier-Schanzen-Tournee

Uhrmann siegt in der Quali vor Malysz

Beim dritten Springen der Vierschanzentournee in Innsbruck hat sich Michael Uhrmann in Topform präsentiert. Der 28-jährige gewann die Qualifikation mit 125m vor dem Polen Adam Malysz (123,5).

In der Qualifikation zum dritten Springen der Vierschanzentournee in Innsbruck ist Michael Uhrmann eine Überraschung gelungen. Der 28-Jährige siegte mit 125m (124,0 Punkte) vor Adam Malysz aus Polen, der 123,5m (120,8) sprang.

Erstmals bei dieser Tournee überstanden alle sechs deutschen Athleten die Qualifikation. Der 16 Jahre alte Gesamt-Spitzenreiter Gregor Schlierenzauer (Österreich) wurde bei zeitweiligem Schneefall am Bergisel mit 121 Metern Zehnter, sein Landsmann Thomas Morgenstern Dritter.

"Ich bin kein Suppenhuhn und keine Pfeife"

"Jetzt habe ich gezeigt, dass ich es kann. Ich bin kein Suppenhuhn und keine Pfeife", sagte ein zufrieden lächelnder Uhrmann: "Aber ich bin nicht euphorisch. Die Stabilität fehlt noch, daran arbeite ich. Diesmal hat es zu 100 Prozent gepasst. Ziel ist es, noch so einen Sprung runterzuhauen." Der enttäuschende Schmitt meinte: "Sensationell von Uhri. Das gibt dem ganzen Team Auftrieb. Hoffentlich kann er das nochmal bringen."

Der in der Dauerkritik stehende Bundestrainer Peter Rohwein atmete auf, war "sehr zufrieden" und bescheinigte Uhrmann eine tadellose Leistung. Aber deshalb werde man nicht gleich euphorisch. Tatsächlich ist der Druck auf Rohwein weiter groß, zumal Norwegens Trainer Mika Kojonkoski im Gespräch mit der Tageszeitung "Die Welt" sein grundsätzliches Interesse am Posten des Bundestrainers erklärt hat.

Zweitbester Schützling von Rohwein für den Wettbewerb am Donnerstag (13.45 Uhr/live bei RTL) war Jörg Ritzerfeld. Der Oberhofer landete bei 117,5 Metern und belegte einen guten 12. Rang. Für den letzten deutschen Sieg bei der Tournee hatte am 29. Dezember 2002 in Oberstdorf Sven Hannawald gesorgt, für den letzten Podestplatz Georg Späth am 1. Januar 2005 in Garmisch-Partenkirchen.

Bei Schmitt läuft es noch nicht ganz rund

Schmitt fühlte sich durch seine Knochenhautreizung im linken Schienbein nicht gehandicapt, "bei der Landung merke ich es aber". Er versuche, "jede zusätzliche Belastung zu vermeiden", zog darum schnell die Turnschuhe statt der Springerstiefel an und hoffte, dass ihm die Umstellung auf die Schanze noch gelingt: "Ich muss meine Anfahrtsposition finden."

Der erst 16-jährige und in Garmisch wegen eines zu großen Anzugs disqualifizierte Felix Schoft (Partenkirchen/107,5 Meter/39. Platz), Christian Ulmer (Wiesensteig/104,5/48.) und Maximilian Mechler (Isny/104/49.) an seinem 23. Geburtstag machten den kompletten Einzug der deutschen Adler in den Wettbewerb der besten 50 Springer perfekt.



© SID

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