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28.01.2011

19:35 Uhr

Skispringen Weltcup

Freund weckt Hoffnungen auf Heimsieg

Skispringer Severin Freund hat seine glänzende Form auch in der Quali zum Weltcup in Willingen unterstrichen. Der 22-Jährige erzielte wie Gregor Schlierenzauer Tagesbestweite.

Severin Freund bestätigte seine gute Form. Foto: SID Images/AFP/Janek Skarzynski SID

Severin Freund bestätigte seine gute Form. Foto: SID Images/AFP/Janek Skarzynski

Severin Freund zeigte sein Siegerlächeln, Bundestrainer Werner Schuster nickte zufrieden, und die frierenden Fans ließen ihre Deutschland-Fahnen wehen: Dank Shootingstar Freund ist die Party-Hochburg Willingen schon nach der Qualifikation für den Skisprung-Weltcup am Sonntag (14.00 Uhr/ZDF und Eurosport live) in Feierstimmung. "Meine Sprünge kommen zur Zeit einfach sehr präzise. Das gibt mit die nötige Sicherheit", sagte der 22-Jährige, nachdem er wie Vorjahressieger Gregor Schlierenzauer (Österreich) mit 144,5 Metern Tagesbestweite erzielt hatte.

Freund, der wenige Stunden zuvor schon das Abschlusstraining mit 141 m dominiert hatte, weckte damit Hoffnungen auf den ersten deutschen Einzelsieg an der Mühlenkopfschanze seit Sven Hannawald 2003. "Derzeit läuft es einfach. Und wenn es läuft, soll man das nicht hinterfragen", sagte der Überflieger. Dreimal stand der Newcomer in diesem Monat schon auf dem Treppchen, in Sapporo holte er zuletzt sogar seinen ersten Weltcup-Sieg.

Doch bevor Freund am Sonntag nach seinem zweiten Triumph greift, steht am Samstag (16.00 Uhr/ZDF und Eurosport live) das Mannschaftsspringen an. Für den Auftakt der Team-Tour, deren Siegerteam nach fünf Wettbewerben stolze 100 000 Euro gewinnt, hat sich Freund ebenfalls viel vorgenommen: "Wenn alle ihre Hausaufgaben machen, ist das Podest drin." Oder sogar Platz eins - so wie im vergangenen Jahr.

Vorzeitiges Geburtstagsgeschenk für Schmitt

Zufrieden war auch Michael Neumayer, der als Achter ebenfalls problemlos das Ticket für das Finale löste. "Im Training hatte es nicht wirklich geklappt. Daher bin ich fast schon froh, dass ich überhaupt dabei bin. Der Sprung war ganz ordentlich", sagte der 32-Jährige aus Berchtesgaden, der vor seinem Versuch wegen schwieriger Windverhältnisse eine lange Pause einlegen musste.

Einen Tag vor seinem 33. Geburtstag schaffte auch Martin Schmitt (Furtwangen) als 19. den Sprung unter die besten 40. Schuster nominierte den viermaligen Weltmeister für das Team-Springen am Samstag. Neben Schmitt gehen Neumayer sowie erwartungsgemäß Freund und Michael Uhrmann (Rastbüchl/ Platz 21) beim Auftakt der Team-Tour ins Rennen. Schmitt erhielt den Vorzug vor Pascal Bodmer (Meßstetten/Platz 24) und Stephan Hocke (Schmiedefeld/36) . Die Nominierung könnte bereits ein Fingerzeig in Richtung WM sein: Alle drei kämpfen noch um ein Ticket für die Titelkämpfe in Oslo (23. Februar bis 6. März). Schuster will sein WM-Team Ende kommender Woche bekannt geben.

Prominenz verzichtet auf Start

Offizieller Sieger der Qualifikation wurde Schlierenzauer. Prominente Namen wie Vierschanzentournee-Sieger Thomas Morgenstern (Österreich) oder der viermalige Olympiasieger Simon Ammann (Schweiz) hatten auf einen Start verzichtet.

Nur als Zuschauer dabei war auch Polens Volksheld Adam Malysz. Fünf Tage nach seinem schweren Sturz verzichtete der 33-Jährige noch auf einen Start. "Ich bin noch immer angeschlagen", sagte der viermalige Weltmeister, der für das Einzelspringen ohnehin vorqualifiziert war und schon am Samstag im Mannschaftswettbewerb an den Start gehen will. Malysz hatte nach seiner Bruchlandung in Zakopane kurzzeitig das Karriereende befürchten müssen.

Nach dem Mannschaftswettbewerb am Samstag und dem Einzelspringen am Sonntag wird die Team-Tour ab Mittwoch in Klingenthal fortgesetzt. Abgeschlossen wird die Reihe am folgenden Wochenende mit dem Skifliegen in Oberstdorf.

© SID

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