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22.01.2006

09:59 Uhr

Skispringen Weltcup

Ljökelsoy vereitelt japanischen Triumph in Sapporo

Der norwegische Skiflug-Weltmeister Roar Ljökelsoy hat den zweiten Weltcup der Skispringer im japanischen Sapporo gewonnen. Ljökelsoy verwies die Japaner Daiki Ito und Takanobu Okabe auf die Plätze.

Roar Ljökelsoy hat das zweite Weltcup-Springen im japanischen Sapporo zu seinen Gunsten entschieden. In Abwesenheit des Großteils der Weltelite siegte der viermalige Skiflug-Weltmeister nach Sprüngen auf 140 und 125,5 Meter mit 281,4 Punkten knapp vor Daiko Ito (280,9) und Takanobu Okabe (258,0). Damit verhinderte der Skandinavier einen japanischen Doppelsieg beim "Heimspiel" der Asiaten. Am Vortag hatte der Norweger Björn Einar Romören vor Ljökelsoy triumphiert.

Hocke verpasst Olympia-Ticket

Bester der erneut enttäuschenden deutschen B-Mannschaft war Julian Musiol (Zella-Mehlis) mit 171,1 Punkten auf Platz 22. Team-Olympiasieger Stephan Hocke (Oberhof) verspielte als 29. alle Chancen auf ein Olympia-Ticket. Bundestrainer Peter Rohwein: "Das war einfach zu wenig."

"Japan ist immer das Gleiche, meistens gibt es null Weltcup-Punkte. Diesmal immerhin zwei", kommentierte Hocke mit Galgenhumor seinen Absturz. Der in Japan verantwortliche Coach Peter Leiner kritisierte den "alten Fehler von Hocke. Das einzig Positive war die Leistung von Musiol." Cheftrainer Reinhard Heß kündigte nach dem fast kompletten Versagen der zweiten Reihe intensive Diskussionen nach der Saison an.

"Stephan Hocke oder Maximilian Mechler sind weit unter ihren Möglichkeiten geblieben. Sie hätten schon in die Nähe der Top 15 springen müssen, um noch auf den Olympia-Zug aufzuspringen", kommentierte Rohwein aus der Ferne.

Der Bundestrainer gab nach dem Weltcup bekannt, dass er nur fünf deutsche Skispringer mit zu den Olympischen Spielen nach Turin nehmen wird. Neben dem viermaligen Weltmeister Martin Schmitt (Furtwangen) werden Michael Uhrmann (Rastbüchl), Georg Späth (Oberstdorf), Michael Neumayer (Berchtesgaden) und Alexander Herr (Schonach) nominiert, die vier Bronzegewinner der Skiflug-Weltmeisterschaft in Bad Mitterndorf.

Die deutsche Olympiamannschaft trainierte bis Sonntag in Ruhpolding und kehrt am kommenden Wochenende in Zakopane in den Weltcup zurück. Sorgenkind bleibt dabei Martin Schmitt, der schon bei der Skiflug-WM wegen Formschwäche fehlte. "Martin ist bis auf einen Sprung am Samstag noch nicht so gut wie ich es mir vorstelle. Er hat noch nicht die gute Form der letzten WM", meinte Rohwein. Schmitt soll am kommenden Samstag einen Tag vor seinem 28. Geburstag in Zakopane trotzdem starten.

© SID

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