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10.03.2006

18:49 Uhr

Skispringen Weltcup

Morgenstern auch in Lillehammer unschlagbar

Thomas Morgenstern hat seine tolle Form aus Turin mit in den Skisprung-Weltcup genommen. Der Doppel-Olympiasieger aus Österreich siegte in Lillehammer deutlich vor dem Norweger Björn Einar Romören.

Thomas Morgenstern strahlte als Sieger, während die deutschen Skispringer beim abendlichen Weltcupspringen in Lillehammer einmal mehr wie die Sternschnuppen abstürzten. Michael Uhrmann landete auf den Olympiaschanzen von 1994, wo das deutsche Team vor zwölf Jahren noch zweimal Gold gewonnen hatte, nur auf Platz zwölf. Der nach dem ersten Durchgang noch viertplatzierte Georg Späth wurde auf Position 16 durchgereicht. Martin Schmitt enttäuschte gar als 30.

"Es ist ärgerlich, dass ich so einen wackligen Aufsprung hatte. Das hat mich einige Plätze gekostet", kommentierte Uhrmann den einmal mehr mittelmäßigen deutschen Auftritt. Mit 271,0 Punkten für Flüge auf 132 und 130,5 Meter lag er 18 Punkte hinter dem Doppel-Olympiasieger Morgenstern. Der Österreicher feierte seinen ersten Weltcup-Saisonerfolg dank der Bestweite von 138 Metern mit 289,0 Punkten vor dem Norweger Björn Einar Romören (282,2) und seinem österreichischen Landsmann Andreas Kofler (279,5).

Nur Neumayer konnte zufrieden sein

Der von 20 000 Fans umjubelte Morgenstern übernahm nach drei Stationen des "Nordic Tournaments" auch die Führung in der Gesamtwertung. Das letzte Springen des "Vierschanzentournee des Nordens" findet am Sonntag in Oslo statt. Für die Deutschen geht es dann nur noch um Schadensbegrenzung, denn für den nach den ersten medaillenlosen Winterspielen seit 14 Jahren in die Kritik geratenen Bundestrainer Peter Rohwein wird die Luft nach dem erneuten Misserfolg immer dünner.

Der vom Windglück begünstigte Späth hatte nach dem ersten Durchgang nur 0,2 Punkte hinter einem Podestplatz gelegen, doch dann kostete ihm ein Hüpfer auf 125 Meter alle Chancen. "In letzter Zeit lief es gar nicht, deshalb hat dieser erste Sprung unendlich gut getan. Das nehme ich mit, aber es muss jetzt auch noch die Konstanz her", erklärte Späth. Der nach einem schweren Sturz im finnischen Kuopio noch gehandicapte Michael Neumayer konnte als 18. als einziger Deutscher einigermaßen zufrieden sein: "Wenn ich wieder fit bin, gehts noch ein bisschen besser."

Schmitt bezeichnete seinen Absprung als "wieder richtig gut, allerdings mache ich im Flug dann doch einen Fehler". Sein Abstand zum Sieger Morgenstern betrug übrigens 50,2 Punkte. "Martin ist im Flug einfach zu gierig", kommentierte Chefcoach Rohwein, dessen Team zu schwach für die Weltspitze ist. Im Gesamtweltcup steht der Tscheche Jakub Janda trotz seines enttäuschenden 17. Platzes in Lillehammer drei Springen vor Schluss kurz vor dem Sieg.

© SID

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