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23.01.2010

18:19 Uhr

Skispringen Weltcup

Schlierenzauer springt in Zakopane erneut zum Sieg

Einen Tag nach seinem ersten Erfolg hat Skispringer Gregor Schlierenzauer im polnischen Zakopane erneut gesiegt. Der Österreicher verwies den Schweizer Simon Amman auf Platz zwei.

Ein erfolgreiches Wochenende für Gregor Schlierenzauer. Foto: AFP SID

Ein erfolgreiches Wochenende für Gregor Schlierenzauer. Foto: AFP

Überflieger Gregor Schlierenzauer feierte beim Rekord-Festival von Zakopane einen Doppelsieg, die deutschen Skispringer stürzten ab. Michael Uhrmann belegte beim zweiten Springen vor 30 000 Fans als bester Deutscher Platz 13. Martin Schmitt, der wegen eines Erschöpfungssyndroms daheim geblieben war, wurde schmerzlich vermisst.

"Das ist kein schönes Gleiten. Ich komme einfach nicht richtig in die Flugposition", sagte Uhrmann. Mit 231,6 Punkten lag er mehr als 60 Zähler hinter dem überragenden Sieger Schlierenzauer zurück. 24 Stunden nach seinem ersten Triumph gelang dem Österreicher mit 295,6 Punkten der 31. Weltcup-Sieg seiner Karriere - und das im Alter von nur 20 Jahren.

"Der Mann ist unglaublich. Er kann der größte Skispringer aller Zeiten werden", sagte Dieter Thoma nach einer großen Skisprung-Show bewundernd. Im ersten Durchgang stellte Schlierenzauer zunächst mit 140 Metern den Schanzenrekord ein, danach flog der Schweizer Simon Ammann noch einen halben Meter weiter. Trotzdem reichte es für den Gesamtweltcup-Spitzenreiter am Ende im Duell der Giganten nur zu Platz zwei mit 288,1 Zählern. Dritter wurde der Österreicher Thomas Morgenstern, diese drei Skispringer hatten bereits am Vortag in der gleichen Reihenfolge auf dem Podest gestanden.

Junioren-Weltmeister Andreas Wank, der beim Weltcup in Sapporo noch auf dem Podest gestanden hatte, musste diesmal mit Platz 15 zufrieden sein: "Ich habe zwar ein paar Fehler gemacht, aber ich kann mit dem Resultat leben. Es macht mir momentan extrem Spaß."

Pascal Bodmer zeigte nach dem Absturz tags zuvor am Samstag auf Platz 23 einen kleinen Aufwärtstrend und soll vor Olympia bei der Junioren-WM in Hinterzarten um Gold kämpfen: "Da werde ich meine Form wiederfinden." Ebenfalls Weltcup-Punkte holten Severin Freund als 21. und Georg Späth auf Platz 30.

Vizeweltmeister Schmitt ("Das Hungern hat mich krank gemacht") hatte wegen eines Erschöpfungssyndroms auf den Start in Polen verzichtet. Er bereitet sich daheim im Schwarzwald mit einem von Teamarzt Mark Dorfmüller abgestimmtem Aufbauprogramm auf sein Comeback vor, das bei der Team-Tour in Klingenthal am 3. Februar über die Bühne gehen könnte.

© SID

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