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24.01.2010

11:51 Uhr

Skispringen Weltcup

Skisprung-Weltcup hat Schmitt wieder

Martin Schmitt kehrt nach überstandenem Erschöpfungssyndrom in dieser Woche auf die Schanze zurück. Er soll am 3. Februar in Klingenthal auch wieder im Weltcup starten.

Martin Schmitt springt bald wieder. Foto: AFP SID

Martin Schmitt springt bald wieder. Foto: AFP

Deutschlands Skispringer waren beim Doppelsieg von Überflieger Gregor Schlierenzauer in Zakopane nur Statisten, doch die Rückkehr von Martin Schmitt schürt die Hoffnung auf eine Hauptrolle bei Olympia in Vancouver. Der Vize-Weltmeister hat sein Erschöpfungssyndrom überwunden und wird nach einem Spezialtraining mit Heimcoach Rolf Schilli in dieser Woche wohl am 3. Februar in Klingenthal sein Weltcup-Comeback geben.

"Martin hat Kraft getankt und ist mental wieder frisch. Er wird bei der Team-Tour wieder zum deutschen Team stoßen, voraussichtlich in Klingenthal", sagte Bundestrainer Werner Schuster dem SID. Das Skifliegen am kommenden Wochenende (30./31. Januar) in Oberstdorf kommt für Schmitt ("Das Hungern hat mich krank gemacht") wohl noch zu früh, aber das spezielle Aufbauprogramm mit Teamarzt Mark Dorfmüller hat offenbar Früchte getragen.

Schuster hofft auf "topfiten" Schmitt

"Ich hoffe, dass wir einen topfiten Martin Schmitt bei Olympia erleben", sagt Schuster: "Dann ist die Chance auf eine Teammedaille definitiv da." Als Fernsehzuschauer sah Leitwolf Schmitt, wie seine Teamkollegen vor insgesamt 60 000 Fans im Hexenkessel von Zakopane der absoluten Weltspitze nur hinterherflogen. Michael Uhrmann (9. und 13.) und der in Sapporo noch erstmals auf dem Weltcup-Podest gelandete Andreas Wank (10. und 15.) zeigten aber einmal mehr stabile Leistungen.

"Michi Uhrmann rückt immer näher an die Weltspitze. Aber um im Einzel um die Olympiamedaillen mitzuspringen, braucht es schon ein kleines Wunder", sagt Schuster mit Blick auf die mehr als 60 Zähler Rückstand der besten Deutschen auf die Spitze: "Schlierenzauer und Ammann fliegen in einer eigenen Liga." Nur 24 Stunden nach seinem ersten Triumph feierte der Österreicher mit 295,6 Punkten den 31. Weltcup-Sieg seiner Karriere vor Gesamtweltcup-Spitzenreiter Simon Ammann (Schweiz/288,1). Dem Schweizer reichte selbst der Schanzenrekord von 140,5 Metern nicht zum Sieg.

Thoma prophezeit Schlierenzauer große Zukunft

"Schlierenzauer ist unglaublich. Er ist erst 20 und kann der größte Skispringer aller Zeiten werden", sagt Dieter Thoma bewundernd. Während der Olympiafavorit noch am Samstagabend nach Hause jettete, machten sich die Deutschen am Sonntag sieben Uhr morgens mit einem Spezialplan ihres Trainers im Gepäck auf den Heimweg.

Uhrmann ("Das ist noch kein schönes Gleiten") wird noch ein Sondertraining mit Schuster absolvieren, der auf Platz 23 abgestürzte Pascal Bodmer ("Die Form wird schon zurückkommen") soll sich mit einer Medaille bei der Junioren-WM in Hinterzarten Selbstvertrauen für Olympia holen.

Schuster will mit seinem kompletten Vancouver-Team bei der Olympia-Generalprobe in Willingen (6./7. Februar) antreten: "Wir nehmen jetzt doch Plan B, fliegen erst am 8. Februar nach Kanada. Wir wollen Selbstvertrauen tanken, dann ist bei Olympia alles möglich." Auch für Martin Schmitt, der am Freitag wieder bester Laune seinen 32. Geburtstag feiern kann.

© SID

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