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25.01.2008

18:58 Uhr

Skispringen Weltcup

Uhrmann bei Schlierenzauer-Sieg auf Platz 16

Kein Ruhmesblatt war der Auftritt der deutschen Skispringer im polnischen Zakopane. Beim Sieg des Österreichers Gregor Schlierenzauer landete Michael Uhrmann als bester DSV-Athlet auf Platz 16.

Während Gregor Schlierenzauer als Sieger der Skisprung-Festspiele von Zakopane gefeiert wurde, landeten die deutschen Flieger als Quartett erneut nur im Mittelmaß. Vor 40 000 Fans war Michael Uhrmann auf Platz 16 der beste von vier Deutschen unter den Top 24, die im zweiten Durchgang ihre gute Ausgangsposition verspielten.

"Die Jungs hatten im zweiten Durchgang Pech mit den Rückenwind-Bedingungen, ansonsten war das in Sachen Team ganz gut anzuschauen. Natürlich wollen wir weiter nach vorn", erklärte Bundestrainer Peter Rohwein. Michael Uhrmann (Rastbüchl) fiel von Platz acht nach dem ersten Sprung noch auf Rang 16 zurück, Martin Schmitt (Furtwangen) stürzte von Platz neun auf Position 17., Stephan Hocke (Oberhof) wurde 20., Michael Neumayer (Berchtesgaden) enttäuschte auf Platz 24.

Uhrmann hatte mit 241,9 Punkten einen stolzen Rückstand auf Sieger Schlierenzauer, der nach seinem 18. Geburtstag Anfang Januar erneut feiern konnte. "Zakopane gewinnen ist ein Kindheitstraum von mir. Ich hatte viel Energie, nachdem ich vergangene Woche auf das Skifliegen verzichtet habe", erklärte der Österreicher. Der "Wunderknabe" erhielt für Flüge auf 134 und 131 Meter 276,5 Punkte. Platz zwei belegte der Norweger Anders Jacobsen mit 270,4 Zählern vor Thomas Morgenstern mit 264,9 Zählern. Der Österreicher baute seine Führung im Gesamtweltcup aus.

Uhrmann mit dem ersten Sprung zufrieden

Michael Uhrmann, 2004 noch Sieger in Zakopane, konnte nach dem stimmungsvollsten Springen des Winters wenigstens mit dem ersten Sprung zufrieden sein: "Es war schön, mal einen einigermaßen weiten Sprung zu stehen. Aber mein Ziel ist es, in der Saison noch einigermaßen vorn reinzuspringen", erklärte Uhrmann. Immerhin blieb der Schanzenrekord des ehemaligen Zakopane-Siegers Sven Hannawald von 140 Metern in deutscher Hand.

"Zakopane ist das schönste Springen des Jahres von der Stimmung", meinte Neumayer. Die 30 000 Zuschauerplätze im Stadion reichten - wie schon in den Vorjahren gewohnt - nicht aus. Andreas Kofler: "Zakopane ist ein Wahnsinn. Da wird jeder Springer wie ein Star behandelt." Allerdings war die Stimmung ein Jahr nach dem schrecklichen Sturz des inzwischen wieder in den Skisprung-Zirkus zurückgekehrten Jan Mazoch etwas gedämpfter als sonst. Wegen des Absturzes eines Militärflugzeuges am Mittwoch war in Polen Staatstrauer angeordnet worden. Zudem landete Volksheld Adam Malysz nur auf Platz elf.

Am Samstag (17 Uhr (live im ZDF) findet in Zakopane ein zweites Weltcup-Springen statt.

© SID

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