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22.01.2010

18:02 Uhr

Skispringen Weltcup

Uhrmann Neunter bei Schlierenzauer-Sieg

Der Österreicher Gregor Schlierenzauer hat das Weltcup-Springen in Zakopane gewonnen. Bester Deutscher wurde Michael Uhrmann auf Platz neun.

30. Weltcupsieg der Karriere fpr Gregor Schlierenzauer. Foto: Bongarts/Getty Images SID

30. Weltcupsieg der Karriere fpr Gregor Schlierenzauer. Foto: Bongarts/Getty Images

Martin Schmitt schaute nur zu, Pascal Bodmer verpasste erstmals das Finale und Michael Uhrmann war als Neunter weit vom Podest entfernt - die deutschen Skispringer waren im Hexenkessel von Zakopane nur Statisten. Vor 30 000 begeisterten Fans gefeiert wurde der gerade 20 Jahre alt gewordene Überflieger Gregor Schlierenzauer nach dem 30. Weltcup-Sieg seiner Karriere.

"Der Abstand zur Spitze ist sehr groß, aber Michi Uhrmann pirscht sich immerhin ran. Es ist etwas zäh, bis Vancouver müssen wir noch ein paar Dinge lösen", sagte Bundestrainer Werner Schuster. Uhrmann konnte immerhin im zweiten Sprung auf 128,5 Meter mit der Weltspitze mithalten und katapultierte sich von Platz 18 nach dem ersten Durchgang noch um neun Plätze nach vorn.

Ärger bei Uhrmann

"Ich ärgere mich, dass ich nicht zwei gute Sprünge hinbekommen habe. Aber bis Olympia habe ich ja noch viel Training", sagte Uhrmann. Mit 245,2 Punkten lag er direkt vor dem ebenfalls unter den Top Ten gelandeten Junioren-Weltmeister Andreas Wank (244,8), der eine zuvor als Zweiter von Sapporo noch auf dem Podest gelandet war. "Das Ergebnis ist halbwegs okay, obwohl die Sprünge nicht ganz gepasst haben. Aber ich habe einen recht guten Lauf", sagte Wank.

Das deutsche Duo hatte aber fast 45 Punkte Rückstand auf Schlierenzauer, der dank der Bestweite von 138 Metern mit 289,8 Punkten souverän vor Gesamtweltcup-Spitzenreiter Simon Ammann (Schweiz) triumphierte. "Das ist ein geiler Sieg vor so einem Publikum. Das ist einfach zum Genießen", sagte Schlierenzauer.

Bodmer verpasst Finaldurchgang

Newcomer Pascal Bodmer, der beste Deutsche im Weltcup, musste erstmals in diesem Winter beim zweiten Durchgang zuschauen. Nach einem Hüpfer auf 114,5 Meter blieb Platz 37 und nach dem schwächsten Saisonresultat die Erkenntnis, dass "ich auf dieser Schanze einfach nicht zurechtkomme." Bodmer soll beim zweiten Springen am Samstag angreifen und in der nächsten Woche Gold bei der Junioren-WM in Hinterzarten gewinnen. Severin Freund (26.) und Stephan Hocke (28.) sammelten in Polen immerhin ein paar Weltcup-Punkte.

Vizeweltmeister Schmitt ("Hungern hat mich krank gemacht") hatte wegen seines Erschöpfungssyndroms auf den Start in Polen verzichtet. Er bereitet sich daheim im Schwarzwald mit einem von Teamarzt Dr. Mark Dorfmüller abgestimmtem Aufbauprogramm auf sein Comeback vor, dass möglicherweise bei der Team-Tour in Klingenthal am 3. Februar über die Bühne gehen könnte. "Martin ist nicht krank und guter Dinge. Er wird zum Training auf die Schanze zurückkehren und rechtzeitig für Olympia fit werden", sagte Schuster.

© SID

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