Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.01.2007

16:15 Uhr

Skispringen Weltcup

Uhrmann springt in Oberstdorf auf Rang drei

Michael Uhrmann hat den Skisprung-Weltcup in Oberstdorf als Dritter auf einem Podestplatz beendet. Ex-Weltmeister Martin Schmitt musste sich hingegen mit einem enttäuschenden 20. Rang begnügen.

Der Weltcup der Skispringer in Oberstdorf ist für Michael Uhrmann mit einem Podestplatz zu Ende gegangen. Mit 258,9 Punkten für Sprünge auf 121,5 und 134m landete der Bayer auf Rang drei und lag damit insgesamt 24,2 Zähler hinter Sieger Adam Malysz aus Polen. Zweiter wurde der Österreicher Thomas Morgenstern.

"Ich bin froh, dass es endlich mal geklappt hat. Wir haben in den letzten Wochen und Monaten viel einstecken müssen. Jetzt kommt davon ein bisschen was zurück", sagte ein erleichterter Uhrmann. Nach Rang vier in der Qualifikation und Platz drei im Probedurchgang konnte "Uhri" sein Potential erstmals in der Saison auch im Wettkampf vollkommen zeigen.

Starker Rückenwind von bis zu zwei Metern pro Sekunde ließen Uhrmanns Hoffnungen auf einen Podestplatz im ersten Durchgang zunächst schwinden. Er ging als Elfter ins Finale und dort profitierte der 28-Jährige dann von besseren Verhältnissen und sprang die viertbeste Weite des Durchgangs.

Enttäuschender Rang 20 für Schmitt

Der Leidensweg des einstigen Überfliegers Martin Schmitt geht derweil nach einem enttäuschenden 20. Rang weiter. "Die Sprünge waren eigentlich ordentlich, es fehlte einfach der unterstützende Wind", sagte ein enttäuschter Schmitt. Sein Trainer Stefan Horngacher sieht dennoch Hoffnung aufkeimen. "Momentan gibt es etwas Stillstand bei Martin, weil wir nicht trainieren konnten. Aber er kann wieder ein Siegspringer werden", sagte der Österreicher.

Jörg Ritzerfeld (Oberhof) wurde 24. und Christian Ulmer aus Wiesensteig fiel im Finale noch um drei Ränge auf den 30. Platz zurück. Stephan Hocke (Oberhof) qualifizierte sich mit einem Sprung auf 105,5 m nicht für das Finale der besten 30. "Die Geschwindigkeit war nicht mehr da, die Spur durch den Schnee zu langsam", erklärte der Team-Olympiasieger von 2002.

Schneefall sorgt für verspätetes Skispringen

Aufgrund starken Schneefalls begann das Springen erst mit 45-minütiger Verspätung. Während sich die Deutschen in ihrem Wohnmobil aufwärmten und die Österreicher im Fernsehen ihre Aufwärmübungen demonstrierten, griff Norwegens Trainer Mika Kojonkoski am Schanzentisch persönlich zum Besen und befreite die Anlaufspur von der weißen Pracht.

Anders Jacobsen (Norwegen) verteidigte nach seinem sechsten Platz die Führung im Gesamtweltcup und hat nun 797 Zähler auf dem Konto. Auf den Rängen zwei und drei folgen der Österreicher Gregor Schlierenzauer (663 Punkte) und Simon Ammann (576) aus der Schweiz. Bester Deutscher Springer ist Michael Uhrmann (248) als Elfter, Martin Schmitt liegt mit 205 Punkten als 14. ebenfalls unter den besten 15 des Weltcups.

© SID

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×