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25.01.2005

12:58 Uhr

Sondersitzung der Referees

Schiedsrichter Zwayer bestätigt Betrugsversuch

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat seine 44 Bundesliga-Schiedsrichter zu einer Krisensitzung am Donnerstag in die Frankfurter Verbandszentrale bestellt, um über die Manipulations-Vorwürfe gegen den mittlerweile zurückgetretenen Berliner Robert Hoyzer zu debattieren.

HB FRANKFURT/MAIN. "Wir werden natürlich im Kreise der Schiedsrichter über den aktuellen Stand der Dinge reden", erklärte der Vorsitzende des DFB-Schiedsrichterausschusses, Volker Roth am Dienstag. "An sich ist es selbstverständlich, dass sich Schiedsrichter nicht an Sportwetten beteiligen. Darauf werde ich nochmals konkret hinweisen", kündigte der ehemalige Fifa-Schiedsrichter an. Allerdings müssen die Schiedsrichter nicht, wie zunächst erwogen, eine schriftliche Ehrenerklärung abgeben, dass sie nicht auf Fußballspiele wetten.

Roth unterstrich darüber hinaus noch einmal, dass das Schiedsrichtergespann der Zweitbundesliga-Begegnung Rot-Weiß Essen gegen den 1. FC Köln am 22. Oktober 2004 (2:2) nicht im Verdacht der Manipulation stehe. Der damalige Schiedsrichter-Assistent Felix Zwayer bestätigte, dass er vor der Partie zur Manipulation aufgefordert wurde.

"Ich wurde vor dem Spiel in Essen angerufen. Es gab den Versuch, mich zu beeinflussen. Ich sollte durch meine Entscheidungen Einfluss auf das Spiel nehmen", sagte der 23-Jährige der Münchner Zeitung "tz". Er habe das Gespräch "abgebrochen und wollte damit nichts zu tun haben", ergänzte Zwayer, der, wie bislang auch Hoyzer, Mitglied bei Hertha BSC ist. Zwayer sagte allerdings nicht, von wem er angerufen wurde.

"Die drei, die dieses Spiel geleitet haben, sind völlig außer Verdacht", betonte der Geschäftsführende DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger. Der damalige Schiedsrichter Manuel Gräfe (Berlin) soll deshalb wie geplant am Samstag das Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach leiten.

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