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30.01.2007

11:11 Uhr

Sonntag der Superlative in den USA

30 Sekunden Reklame für 2,6 Millionen Dollar

Auf den kommenden Sonntag hat Amerika ein Jahr lang sehnsüchtig gewartet. Es ist Superbowl-Sonntag und ein inoffizieller nationaler Feiertag.

HB BOSTON. Wenn in Miami die Chicago Bears und die Indianapolis Colts um die Krone der National Football League (NFL) spielen, sitzt ein ganzes Land für drei Stunden vereint vor dem Fernseher - so wie jedes Jahr am ersten Februar-Sonntag. Kein Ereignis vereint die Massen von New York bis San Francisco, vom nördlichsten Alaska bis in das tiefste Texas, mehr als das Endspiel um die Vince-Lombardi-Trophy.

In Spitzenzeiten fiebern bis zu 140 Millionen Amerikaner vor dem TV-Schirm mit. In der Rangliste der höchsten Zuschauerzahlen im amerikanischen Fernsehen belegen sechs Superbowls die Plätze eins bis sechs.

Das Sporthighlight des Jahres ist nicht nur auf dem Rasen umkämpft. Die Wirtschaft fiebert dem Ereignis genauso entgegen wie die Fans. Der Superbowl wird nicht nur von Millionen verfolgt, es werden auch Millionen verdient. „Große Marken suchen Massen-Märkte. Und da gibt es nichts Besseres als dieses Ereignis. Das ist die perfekte Werbefläche für unsere Getränke-Firmen, denn der Superbowl ist eine große Party, und auf Partys wird immer viel getrunken“, sagt Gary Hemphill, der als Berater in der Getränkeindustrie arbeitet.

Wenn am Sonntag um 18.30 Uhr (Ortszeit) im Dolphins-Stadion von Miami der Anstoß erfolgt, beginnt auch der Kampf der Getränke- Giganten Pepsi und Coca Cola. Mit Snapple mischt in diesem Jahr noch ein weiterer Mitbewerber mit. Der Werbeblock für den grünen Tee ist im begehrten Schlussviertel platziert, denn dort werden die höchsten TV-Quoten erzielt.

Der Fernsehsender CBS, der das Spiel überträgt und die Werbepausen vermarktet, macht in jedem Fall große Kasse. Eine 30-Sekunden-Reklame kostet diesmal 2,6 Millionen Dollar - so viel wie noch nie. Snapple sieht seinen Spot trotzdem gut platziert. „Nach dem großen Superbowl- Büffet mit Pizza und Chips ist das Schlussviertel ideal für die Botschaft, den Kreislauf mit einem gesunden Getränk anzukurbeln“, meint der Chef des Marketing-Teams, Sean Gleason.

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