Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.02.2005

16:42 Uhr

Sorgen um Ertls Kombi-Start

"Herminator" bangt um die Teilnahme

Neuschnee und starker Wind haben das Programm bei den alpinen Weltmeisterschaften durcheinander gebracht, doch Martina Ertl kam die Absage des Abfahrtstrainings gerade recht.

HB SANTA CATERINE/BORMIO. Die Weltmeisterin von 2001 musste wegen ihrer Knieblessuren nach dem Sturz im Super-G vom Sonntag auch am Dienstag behandelt werden. Drei Tage vor dem Kombinations-Wettbewerb am Freitag im italienischen Santa Caterina wachsen die Zweifel, ob die 31-Jährige rechtzeitig fit wird. "Das sind nach so einem Sturz ganz normale Beschwerden", beschwichtigte die Lenggrieserin. Auch Trainer Wolfgang Maier wollte einen Start-Verzicht noch nicht diskutieren. "Wir sind nicht im Bereich der Spekulation. Wir entscheiden Tag auf Tag. Es kann sich noch viel ändern."

Während der Rest des kleinen deutschen WM-Teams um Hilde Gerg den ungewollten freien Tag zum Techniktraining nutze, begab sich Martina Ertl zur Therapie. Neben der Kombination, in der sie auch bei den Titelkämpfen vor zwei Jahren als Sechste ihr bestes Resultat erzielte, will sie bei ihrer siebten und letzten WM auch noch im Riesenslalom, Slalom und Teamwettbewerb antreten. Nur ein Start in der Spezialabfahrt am Sonntag ist nicht geplant. Mannschaftsarzt Ernst-Otto Münch hatte bei Martina Ertl, die sich im November eine Knöchelblessur zugezogen hatte, eine Meniskusquetschung und eine Zerrung in den Knien diagnostiziert.

Die Herren starteten in Bormio beim zweiten Abfahrtstraining wegen starken Windes im oberen Teil der "Stelvio"-Piste auf der 260 m kürzeren Kombinationsstrecke. Die Österreicher vertagten deshalb ihre mit Spannung erwartete interne Qualifikation für das Rennen am Samstag. Hermann Maier dürfte das Ergebnis trotzdem nicht gefallen haben. Der Superstar kam in 1:55,82 Minuten nur auf Platz 18. Der "Herminator", der erstmals eine Qualifikation bestreiten muss, hätte so die Teilnahme an der Abfahrt am Samstag verpasst. "Es müsste auch eine Rolle spielen, dass ich hier schon oft gewonnen habe", sagte der Gesamt-Weltcupsieger.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×