Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.01.2005

12:22 Uhr

Spielmanipulationen durch Schiedsrichter Hoyzer

DFB-Spitze geht wegen Manipulationsvorwürfen in Klausur

Die Lage ist ernst und die Vorwürfe gegen den DFB-Schiedrichter Robert Hoyzer erhärten sich stündlich. Am Montagmorgen sind die Funktionäre des Deutschen Fußball-Bundes zusammengetroffen, um über die Situation und mögliche Konsequenzen zu beraten.

HB FRANKFURT. Die Mitglieder des DFB-Präsidiums würden über die bisherigen Erkenntnisse in der Affäre informiert und sollten dann entscheiden, wie es weiter gehe, sagte ein Verbandssprecher kurz vor der Sitzung in der Frankfurter DFB-Zentrale. Der DFB verdächtigt den Berliner Schiedsrichter, Spiele manipuliert zu haben, auf deren Ausgang er zuvor gewettet hatte. Der DFB-Kontrollausschuss ermittelt deshalb gegen den 25-jährigen Hoyzer. Der Hamburger SV, der vor Monaten nach mehreren strittigen Schiedsrichter-Entscheidungen von Hoyzer im DFB-Pokal ein Spiel gegen Drittligisten SC Paderborn 2:4 verloren hatte, erwägt mittlerweile rechtliche Schritte. Für den Nachmittag hat der DFB eine Pressekonferenz angekündigt.

Der geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger hatte am Sonntag erklärt, der DFB habe Beweise, dass Hoyzer Spiele manipuliert habe. Im Mittelpunkt der Vorwürfe steht das Pokalspiel. Hoyzer hatte dabei zwei strittige Elfmeter gegen den HSV verhängt und den HSV-Spieler Emile Mpenza vom Feld gestellt.

Der DFB beruft sich bei seinen Vorwürfen auf Zeugenaussagen aus Schiedsrichterkreisen. Medienberichten zufolge war Hoyzer schon bei früheren Spielen durch umstrittene Entscheidungen aufgefallen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×