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27.01.2005

15:49 Uhr

Sportdirektor "bricht Lanze für die Schiris"

Nürnberg erwägt zivilrechtliche Schritte gegen Hoyzer

Nach dem Schuldeingeständnis von Schiedsrichter Robert Hoyzer schließt Fußball-Bundesligist 1. FC Nürnberg finanzielle Forderungen gegen den 25-Jährigen nicht aus.

HB NÜRNBERG. Sollte die überraschende Niederlage des FCN im DFB-Pokalwettbewerb gegen den Zweitligisten LR Ahlen nachweislich auf Manipulation zurückzuführen sein, könnten zivilrechtliche Schritte gegen Hoyzer eingeleitet werden, sagte Sportdirektor Martin Bader. "Das sind wir unseren Fans, unseren Sponsoren, unserem Verein schuldig."

Hoyzer hatte am 21. September 2004 das Pokalspiel der Nürnberger im Frankenstadion geleitet. Bei der 2:3-Niederlage übersah der Schiedsrichter unmittelbar vor einem Treffer für die Gäste ein klares Foulspiel an einem Nürnberger Spieler. Bei einer möglichen Manipulation des Spieles müsse der "Club" den ihm durch das Pokal-Aus entstandenen finanziellen Schaden beziffern. "Dann werden wir versuchen, zivilrechtlich bei ihm etwas zu erreichen", sagte Bader.

Bader hofft, dass nach der gründlichen Aufklärung des Skandals bald wieder zur Fußball-Normalität zurückgekehrt werden kann. "Ich hoffe, dass das Thema bald verstummt." Zugleich sprach der Nürnberger Sportdirektor der deutschen Schiedsrichter-Gilde sein Vertrauen aus: "Wir brechen eine Lanze für die Schiris."

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