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15.01.2005

14:09 Uhr

Streit zwischen ARD und Bayern München spitzt sich zu

Rummenigge droht der ARD-Sportschau

Der FC Bayern München fordert mehr Geld zu Gunsten der Fußball-Bundesliga. Sollte sich die ARD weigern, werde man nach Alternativen suchen, sagte der Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

HB BERLIN. Im Streit um eine Erhöhung der Rundfunkgebühren zu Gunsten der Fußball-Bundesliga verschärft sich der Ton zwischen dem FC Bayern München und dem öffentliche-rechtlichen Senderverbund ARD. Der Vorstandschef des FC Bayern, Karl-Heinz Rummenigge, drohte im «Tagesspiegel» mit Konsequnzen für die ARD-Sportschau sollte die ARD bei ihrer Position bleiben.

Rummenigge: «Die Sportschau ist eine wunderbare Sendung, aber die ARD zahlt dafür keinen adäquaten Preis. Wenn die ARD nicht bereit ist, mehr zu zahlen oder nicht mehr zahlen kann, müssen wir Alternativen suchen.» Er beklagte zudem, dass sich in Deutschland die Verantwortlichen nicht trauten, «offensiv zu vertreten, dass ein gutes Produkt nun mal viel Geld» koste.

Laut Rummenigge liegt die Bundesliga mit derzeit 300 Millionen Euro pro Jahr in Europa bei den Fernseheinnahmen «nur an fünfter Stelle». Selbst Frankreich habe noch doppelt so viele Einnahmen, sagte er. Mit Verweis auf die positiven Steigerungsraten aus dem Pay-TV, regte Rummenigge an, «wieder intensiver über Pay per view» nachzudenken.

Die ARD hatte jüngst die Forderungen nach einer weiteren Gebührenerhöhung als realitätsfern zurückgewiesen. Bayern-München-Manager Uli Hoeneß hatte zuvor für die Deutsche Fußball-Bundesliga mindestens 500 Millionen Euro beim nächsten Vertragsabschluss 2006 gefordert.

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