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09.11.2011

14:47 Uhr

Tarifstreit

NBA droht der Spielausfall bis Weihnachten

Die Spielergewerkschaft der amerikanischen Profi-Basketball-Spieler hat erneut ein Tarifangebot der Liga abgelehnt. Nun läuft der NBA die Zeit davon. Die Spiele könnten monatelang ausfallen.

Derek Fisher von den LA Lakers ist Präsident der NBA Spielervereinigung. dapd

Derek Fisher von den LA Lakers ist Präsident der NBA Spielervereinigung.

Im schier endlosen Tarifstreit der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA läuft den Kontrahenten die Zeit davon und der Liga droht der Ausfall aller Spiele bis Weihnachten. Eine Vertretung der NBA-Stars lehnte in New York den Vorschlag von Liga-Boss David Stern ab, der der Spieler-Gewerkschaft NBPA eine 50:50-Aufteilung der jährlichen Einnahmen von 4,3 Millionen Dollar angeboten hatte. „Wir können den derzeitigen Vorschlag nicht akzeptieren“, sagte NBPA-Präsident und Los Angeles Lakers-Profi Derek Fisher. 

Somit läuft das Ultimatum der Clubeigner weiter und erhöht den Druck auf die Profis. Vor Ablauf der durch die Eigentümer gesetzten Frist am Mittwoch (23 Uhr MEZ) setzt die NBPA ihrerseits weiter auf Verhandlungen. „Die Spieler haben es verdient, dass wir weiter miteinander sprechen“, erklärte NBPA-Geschäftsführer Billy Hunter. „Wir sind bereit, Kompromisse in Bezug auf die Einnahmeverteilung einzugehen. Doch es gibt Punkte im Vertrag, die wir nachbessern müssen“, räumte Fisher ein. 

Stern setzte die Spieler aber weiter unter Druck und stellte klar, dass ein neues Angebot mit 53:47 Prozent zugunsten der Teambesitzer ausfallen werde, falls die Profis nicht das Angebot nicht bis Mittwoch akzeptierten. 

In New York hatten mehr als 40 Profis mit Hunter das gemeinsame Vorgehen bis zum Ablauf des Ultimatums besprochen. 52 Prozent hatte die NBPA ursprünglich gefordert. Am vergangenen Wochenende rutschte die Marke auf 51 Prozent für den Fall, dass ein Prozent der Einnahmen in die Altersvorsorge ehemaliger Spieler fließen würde. Stern hatte im NBA.TV zwar erklärt, dass er weitere Gespräche in Betracht ziehen würde, jedoch nicht davon ausgehe, dass sich die Teameigner in den noch strittigen Fragen auf die Spieler zubewegen würden.

Der sogenannte Lockout war von den Teambesitzern zum 1. Juli verhängt worden, nachdem mit der Spieler-Gewerkschaft kein mehrheitsfähiger Vertrag ausgehandelt werden konnte. Die Saison hätte eigentlich am 1. November beginnen sollen. Liga-Boss Stern hat bereits alle Spiele für den November abgesagt. Sollte das Ultimatum verstreichen, ist ein Ausfall aller Partien bis Weihnachten möglich.

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