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15.01.2007

07:12 Uhr

Tennis Australian Open

Deutsches Quartett streicht zum Auftakt die Segel

Nach einem packenden Fünf-Satz-Match ist Benjamin Becker in der ersten Runde der Australian Open 7:5, 6:7, 6:3, 3:6, 4:6 an Marat Safin gescheitert. Auch Rainer Schüttler, Simon Greul und Björn Phau sind ausgeschieden.

Trotz einer erstklassigen Leistung über 3:26 Stunden Spielzeit muss Tennisprofi Benjamin Becker nach seinem Auftaktmatch bei den Australian Open in Melbourne bereits die Koffer packen. Der 25-jährige Saarländer unterlag dem Russen Marat Safin in der Night Session nach fünf Sätzen mit 7:5, 6:7 (2:7), 6:3, 3:6, 4:6 und verpasste nur knapp eine Überraschung.

Selbstbewusst und ohne Respekt

Becker spielte gegen Safin das Match des Tages in Melbourne. Ohne Respekt vor der besonderen Situation und seinem Gegner, der das Turnier 2005 gewann, ging Becker um 21.15 Uhr Ortszeit in die Partie. Der Melbourne-Debütant wirkte selbstbewusst und suchte mutig seine Chance. "Es ist eine große Ehre für mich, dass ich hier in der Night Session spielen darf", hatte der 57. der Weltrangliste vor der Partie mit sichtlicher Vorfreude gesagt: "Ich hoffe, wir haben ein tolles Match."

Dazu trug er mit seiner Leistung wesentlich bei. Erst am Ende des ersten Fünf-Satz-Matches seiner Karriere wirkte er nicht mehr so frisch wie zuvor und kassierte zum 2:3 schließlich das entscheidende Break. "Becker war ein harter Gegner in einem großartigen Match", sagte der erschöpfte Sieger: "Ich hatte am Ende wohl mehr Erfahrung als er und auch Glück bei einigen Schlägen."

Phau gegen Federer ohne Chance

Zuvor war bereits erwartungsgemäß Björn Phau in der ersten Runde an Roger Federer gescheitert. Der gebürtige Darmstädter unterlag dem Weltranglistenersten 5:7, 0:6 und 4:6. Allerdings hatte Favorit und Titelverteidiger Federer vor allem im ersten Satz mehr Mühe als erwartet. Phau konnte dem Schweizer im ersten Durchgang dreimal den Aufschlag abnehmen, jedoch ohne daraus Kapital schlagen zu können.

"Es ist nicht so wichtig, wie ich spiele. Die Hauptsache ist doch, dass ich weiterkomme", sagte Federer nach dem Match. Für seinen Erstrunden-Gegner hatte der Schweizer anschließend nur Lob übrig: "Er hat wirklich gut gespielt. Manchmal wusste ich gar nicht, was ich machen sollte."

Schüttler scheitert an Baghdatis

Ebenfalls ausgeschieden ist Rainer Schüttler. Der Korbacher unterlag in der ersten Runde dem Vorjahresfinalisten Marcos Baghdatis 4:6, 6:2, 3:6, 2:6. Im Match gegen den Zyprioten hatte Schüttler im zweiten Satz eine starke Phase, in dem er dem Südeuropäer gleich zweimal den Aufschlag abnehmen konnte. Im dritten und vierten Duchgang schwanden dem von einer Grippe geplagten Schüttler jedoch die Kräfte. "Ich hatte meine Schwierigkeiten in dem Match. Allerdings habe ich zum Ende den Weg zum Sieg gefunden", sagte Baghdatis nach dem Match.

Das dritte Erstrunden-Aus aus deutscher Sicht hatte Simon Greul zu verantworten. Der Stuttgarter war beim 3:6, 4:6 und 3:6 gegen Yen-Hsun Lu aus Taiwan chancenlos.

© SID

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