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25.01.2007

11:13 Uhr

Tennis Australian Open

Federer erteilt Roddick Lehrstunde

Im Eiltempo hat Titelverteidiger Roger Federer sein Halbfinale der Australian Open gegen Andy Roddick gewonnen. Der Schweizer ließ dem US-Amerikaner in drei Sätzen bei 1:23 Stunden Spielzeit nicht den Hauch einer Chance.

Nach 83 Minuten Spielzeit war das "Traum-Halbfinale" zwischen Titelverteidiger Roger Federer und dem US-Amerikaner Andy Roddick bei den Australian Open 2007 in Melbourne Vergangenheit. Der Weltranglistenerste aus der Schweiz gewann gegen die Nummer sechs der Setzliste überraschend mühelos mit 6:4, 6:0, 6:2 und zog damit zum dritten Mal nach 2004 und 2006 ins Finale des ersten Grand-Slam-Turniers des Jahres ein.

Der Schweizer konnte seine Leistung selbst gar nicht fassen: "Dieses Spiel war völlig unwirklich. Definitiv eines der besten, die ich je gespielt habe. Ich bin sehr glücklich über die Art, wie ich gespielt habe, gerade gegen einen Topmann."

Nur bis zum 4:4 im ersten Satz konnte Roddick mithalten. In der Folge gewann Federer elf Spiele in Folge, nur sechs Punkte holte Roddick im zweiten Satz. "Ich war davon ausgegangen, dass es ein hartes Match wird, weil Andy zuletzt dicht dran war", meinte Federer: "Aber ich habe so gut gespielt. Für mich war es ein Tag zum Erinnern, für Andy zum Vergessen."

Roddick: "Regelrecht verprügelt worden"

Der Amerikaner war anschließend am Boden zerstört: "Ich bin regelrecht verprügelt worden. Roger hat unglaublich gut gespielt und ich unglaublich schlecht. Ich muss versuchen, es wie ein Mann zu nehmen." Nach dem Spiel hat ihm Coach Jimmy Connors erstmal ein Bier hingestellt. Teil eins der Ergebnisbewältigung. "Wie gut ich heute Nacht schlafe, wird davon abhängen, wieviel ich trinke", sagte Roddick.

Insgesamt steht Federer zum elften Mal in seiner Laufbahn im Endspiel eines der vier Major-Turniere und greift dabei nach seinem zehnten Titel. Roddick kassierte bereits die 13. Niederlage im 14. Vergleich mit Federer und musste zum ersten Mal in seiner Karriere in einem Grand-Slam-Match einen Satz zu Null abgeben.

Nächster Rekord für Federer

Der 25 Jahre alte Schweizer hat seiner langen Rekordliste damit eine weitere Bestmarke angefügt. Sieben Grand-Slam-Finals hintereinander hat in der Profi-Ära noch kein Spieler geschafft. Der einzige, dem dies bislang gelungen ist, war der Australier Jack Crawford 1934.

Im Finale am Sonntag (ab 09.30 Uhr MEZ) wartet der Titelverteidiger auf den Sieger des zweiten Halbfinales, in dem sich am Freitag (ab 09.30 Uhr MEZ) der gebürtige Hamburger Tommy Haas und der Chilene Fernando Gonzalez gegenüberstehen.

Favoriten erreichen Doppel-Finale

Im Herren-Doppel haben die topgesetzten Titelverteidiger Bob und Mike Bryan (USA) das Endspiel am Samstag erreicht. Die Zwillinge bezwangen Mark Knowles/Daniel Nestor (Bahamas/Kanada) 2: 6, 6:3, 7:5. Ihre Finalgegner sind die Masters-Cup-Sieger Jonas Björkman/Max Mirnji (Schweden/Weißrussland), die 2:6, 7:5, 7:6 (10:8) gegen Paul Hanley/Kevin Ullyett (Australien/Simbabwe) gewannen.

© SID

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