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17.01.2006

06:48 Uhr

Tennis Australian Open

Haas, Kiefer, Mayer und Phau stehen in Runde zwei

Tommy Haas hat sein Auftaktmatch bei den Australian Open gegen den Franzosen Richard Gasquet gewonnen und zog damit in die zweite Runde ein. Auch Nicolas Kiefer, Björn Phau und Florian Mayer folgten dem Daviscupspieler.

Toller Auftakt für Tommy Haas bei den 94. Australian Open: Der deutsche Daviscupspieler hatte in seinem Erstrundenmatch gegen den an Nummer 14 gesetzten Franzosen Richard Gasquet keine Mühe und konnte sich locker in drei Sätzen mit 6:2, 7:5 und 6:2 durchsetzen.

Einmal mehr konnte sich Tommy Haas dabei in Melbourne auf seine mentale Stärke verlassen und eine Reihe von Breakbällen abwehren. In einem unterhaltsamen Match, das von Grundlinienduellen geprägt war, ließ Haas seinem 19 Jahre alten Gegenüber in 1:51 Stunden kaum eine Chance und stellte eindrucksvoll sein wiedergewonnenes Selbstbewusstsein unter Beweis. In der vergangenen Woche hatte der zweifache Halbfinalist von Melbourne bereits den Weltranglistenersten Roger Federer aus der Schweiz beim Vorbereitungsturnier in Kooyong ausgeschaltet und sich somit das nötige Selbstvertrauen für das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres geholt. Der gebürtige Hamburger trifft nun auf den US-Amerikaner Paul Goldstein. "Wenn ich so weitermache, wird es schwer, mich zu schlagen", verkündete Haas. An Goldstein hat er übrigens eine ganz besondere Erinnerung: "Ich habe schon mal vor zwölf Jahren bei einem Satellite-Turnier auf Hawaii gegen ihn gespielt und den dritten Satz 1:6 verloren."

Kiefer kämpft sich in nächste Runde

Mit zwei Sätzen lag Nicolas Kiefer bereits in Rückstand, doch am Ende kämpfte sich der deutsche Tennisprofi zu einem 6:7, 4:6, 7:6, 6:1 und 6:2 Erfolg gegen den Thailänder Paradorn Srichaphan und steht damit ebenfalls in der zweiten Runde. Dabei wehrte Kiefer im dritten Satz zwei Matchbälle ab und musste anschließend am verletzten Knöchel behandelt werden. Nach 3:49 Minuten entschied der Hannoveraner aber doch noch die Partie für sich, wobei er auch von Problemen seines Gegners am Oberschenkel profitierte. In der nächsten Runde trifft Kiefer nun auf den Serben Boris Pashanski. "Ich habe tierische Schmerzen, eine Katastrophe", sagte der Hannoveraner, der Schmerztabletten bekam: "Aber ich habe mich durchgekämpft. Nach 0:2 Satzrückstand und Matchbällen gegen mich habe ich noch nie gewonnen. Wenn das hier kein Grand Slam wäre, wäre ich nicht angetreten", sagte der 28-Jährige.

Unterdessen haben auch Björn Phau und Florian Mayer den Einzug in die zweite Runde perfekt gemacht. Gegen den Argentinier Carlos Berlocq siegte Phau nach vier Sätzen mit 6:4, 7:6, 2:6 und 7:6, Mayer gewann gegen den Südkoreaner Lee Hyung-Taik mit 6:4, 6:1, 4:6 und 6:4. Mayer muss nun gegen Branchenprimus Roger Federer aus der Schweiz antreten, Phau trifft auf den Peruaner Luis Horna. "Man darf nicht sagen, man ist chanchenlos, obwohl man es gegen ihn meistens ist", meinte der Bayreuther Mayer über sein Zweitrunden-Los: "Ich will aber versuchen, ihn zu ärgern."

Historischer deutscher Tag

"Das war ein deutscher Tag", schwärmte Daviscup-Teamchef Patrik Kühnen: "Gleich sieben Spieler in Runde zwei - an so etwas kann ich mich nicht erinnern." Kein Wunder, ein historischer Erfolg ist da gelungen, den es in der Tennisgeschichte bislang nur 1997 in Wimbledon gab. Insgesamt sieben deutsche Männer haben damit die erste Runde bei einem Grand-Slam-Turnier überstanden, nachdem bereits am Montag Lars Burgsmüller, Denis Gremelmayr und Philipp Kohlschreiber erfolgreich waren.

© SID

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