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19.01.2007

08:04 Uhr

Tennis Australian Open

Roddick folgt Federer ins Achtelfinale

Als erster der Top-Favoriten hat Roger Federer das Achtelfinale der Australian Open erreicht. Der Titelverteidiger bezwang Michail Juschni in drei Sätzen. Andy Roddick gewann später das Prestigeduell gegen Marat Safin.

Shootingstar Novak Djokovic ist bereit zum Angriff auf die Nummer eins. Am Sonntag fordert der 19-Jährige als Vertreter der neuen Tennis-Generation Titelverteidiger Roger Federer im Achtelfinale der Australian Open in Melbourne heraus. "Ich werde keinesfalls von vornherein mit einer weißen Fahne auf den Platz kommen", kündigte Djokovic an: `Ich trete natürlich an um zu gewinnen - auch gegen den besten Spieler der Welt."

"Dieses Match gegen Novak wird definitiv gefährlich für mich."

Der Newcomer aus Belgrad gewann am Freitag beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres erwartungsgemäß sein Drittrundenspiel gegen den Thai Danai Udomchoke mit 6:3, 6:4, 5:7, 6:1. Es war bereits sein achter Erfolg hintereinander in diesem Jahr. Der Schweizer Branchenprimus blieb auch bei seinem 6:3, 6:3, 7:6 (7:5)-Erfolg über Michael Juschni (Russland) ohne Satzverlust, weiß aber, was nun auf ihn zukommt: "Dieses Match gegen Novak wird definitiv gefährlich für mich."

Auf jeden Fall verspricht es ähnliche Dramatik wie die Night Session am Freitag zwischen Andy Roddick (USA) und Marat Safin, dem russischen Champion von 2005. In der hochklassigen und jederzeit ausgeglichenen Partie hatte am Ende der an sechs gesetzte und etwas konstantere Roddick nach 3:11 Stunden mit 7:6 (7:2), 2:6, 6:4, 7:6 (7:2) etwas glücklich die Nase vorn. "An solche Spiele denkt man, wenn man sich im Dezember für die neue Saison quält", sagte Roddick: "Aber wenn ich nicht in den letzten beiden Sätzen besser geworden wäre, würde ich jetzt nach Hause gehen."

Roddick nun gegen den Kroaten Ancic

Das bleibt nun auch seinem Coach Jimmy Connors erspart, der wegen des Todes seiner Mutter Gloria erst am Freitag in Melbourne eingetroffen war. Roddick trifft nun auf den Kroaten Mario Ancic, eine Partie, die ebenfalls ein Thriller werden kann. "Es wird wieder sehr schwer, der ist fast drei Meter groß, und es wird viele Asse geben", meinte Roddick.

Ebenfalls voller Dramatik war die Partie der französischen Jungstars. Dabei setzte sich Richard Gasquet gegen den ebenfalls 20-jährigen Gael Monfils mit 6:0, 4:6, 7:5, 6:3 durch und spielt nun gegen den Spanier Tommy Robredo.

Federer hatte bereits vor dem Turnierbeginn vor den jungen Spielern gewarnt, den 19-, 20-Jährigen, die mit Macht nach vorne drängen: "Ich war lange sehr kritisch über diese Jungs, weil sie in den wichtigen Momenten nicht ihr bestes Tennis spielten. Aber sie haben ihr Niveau gesteigert, sie sind viel gefährlicher geworden. Wir werden in diesem Jahr noch eine Menge von ihnen hören." Djokovic meint er damit insbesondere und auch den Briten Andy Murray, der ebenfalls im Achtelfinale steht.

Als Talentiertester der jungen Garde gilt Novak Djokovic, der 2006 von Platz 83 in der Weltrangliste auf Rang 16 kletterte. In der Winterpause hat er vor allem an seiner Fitness gearbeitet. "Ich habe mich sehr verbessert, das zeigen auch die Resultate", meint der Hobby-Skifahrer: "Ich bin im Einzel noch ungeschlagen, das ist schon eine gute Sache."

In Monte Carlo und beim Daviscup haben sich Djokovic und Federer bereits gegenübergestanden, aber der Weltranglisten-Erste ist klug genug, daraus keine Rückschlüsse zu ziehen. "Ich konnte ihn im letzten Jahr zweimal schlagen", erinnert sich Federer, "aber er ist seitdem viel besser geworden."

© SID

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