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25.01.2007

07:11 Uhr

Tennis Australian Open

Scharapowa im Finale gegen Williams

Die Russin Maria Scharapowa hat durch einen Zwei-Satz-Sieg gegen die Belgierin Kim Clijsters das Finale der Australian Open erreicht. Gegnerin dort ist Serena Williams (USA), die die Tschechin Nicole Vaidisova besiegte.

Ihre Premiere im Finale der Australian Open feiert die Russin Maria Scharapowa nach einem glatten 6:4, 6:2-Erfolg über die Belgierin Kim Clijsters, die damit ihren letzten Auftritt beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres hatte. Die 24-Jährig beendet am Saisonende ihre Karriere. Scharapowas Gegnerin wird am Samstag die US-Amerikanerin Serena Williams sein, die ihrerseits zum dritten Mal das Finale in Melbourne erreichte. Die siebenfache Titelträgerin bei Grand-Slam-Turnieren, die nach einer längeren Verletzungspause auf Rang 81 der Weltrangliste zurückgefallen war, setzte sich im ersten Halbfinale mit 7:6 (7:5) und 6:4 gegen die an zehn gesetzte Tschechin Nicole Vaidisova durch.

Vaidisova startete zwar gleich mit einem Break, doch Williams gelang das Rebreak, als die 17-Jährige zum Satzgewinn aufschlug. Im Tie-Break schien die Amerikanerin bei einer 5:1-Führung entscheidend enteilt, doch zwei Doppelfehler ließen Vaidisova wieder auf 5:5 herankommen, ehe Williams schließlich doch den Satz unter Dach und Fach brachte. Im zweiten Durchgang lag die junge Tschechin schnell mit zwei Breaks hinten, kämpfte sich dann von 1:5 noch auf 4:5 heran, doch Williams ließ sich ihre zweite Chance bei eigenem Aufschlag nicht mehr entgehen und verwandelte den sechsten Matchball.

Abschied für Clijsters, Rückkehr für Williams

Die topgesetzte Scharapowa hatte im ersten Durchgang des anderen Semifinals eine Schrecksekunde zu überstehen, als der an vier gesetzten Clijsters ein Break zur zwischenzeitlichen 3:1-Führung gelang. Doch die Russin schlug gleich doppelt zurück, sicherte sich den ersten Durchgang und ließ auch im zweiten Satz trotz vieler eigener Fehler keinen Zweifel an ihrer Überlegenheit aufkommen.

Clijsters wurde nach dem Match vom Publikum mit lang anhaltenden Ovationen verabschiedet. "Ich werde auf jeden Fall wiederkommen", sagte die 23-Jährige, "wahrscheinlich sitze ich dann mit einer Handvoll Kinder auf der Tribüne."

Während die ehemalige Weltranglisten-Erste also ihren Abschied feierte, zelebrierte Williams ausgelassen ihre Rückkehr in die Weltspitze. Probleme mit Knieen und Knöcheln hatten sie im letzten Jahr praktisch zur Inaktivität verdammt, nur vier Turniere konnte sie überhaupt bestreiten. Bis auf Rang 95 zum Jahresende 2006 war sie abgestürzt, als 81. im WTA-Computer ging sie in das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres. Nächsten Montag aber hat sie wieder die Top 20 geknackt, ist Nummer 18 bei einer Niederlage und Nummer 14 bei einem erneuten Triumph.

Williams empfindet Genugtuung

"Ich bin überglücklich, dass ich so weit gekommen bin", sagte Williams, die mit spitzen Jubelschreien und einem strahlendem Lachen ihren Erfolg feierte. Überrascht aber sei sie nicht, meinte sie mit dem üblichen Selbstvertrauen der Familie: "Ich habe so etwas definitiv erwartet." Andere nicht. Fehlende Spielpraxis, fehlende Fitness, fehlende Einstellung nach all den Jahren wurde vermutet. "Ein Ziel in meinem Leben war immer, den Leuten zu beweisen, dass sie Unrecht hatten", erklärte sie: "Das macht mir fast so viel Spaß wie Siege."

Vor dem ultimativen Erfolg aber steht noch die 19 Jahre alte US-Open-Siegerin Maria Scharapowa. Für das Turnier ist der Angriff der alten Nummer eins auf die neue natürlich ein Traumfinale. Die dramatische Halbfinalniederlage gegen Williams vor zwei Jahren spielt dabei keine Rolle mehr, sagt Scharapowa: "Das war nur eine Niederlage, ich habe auch gegen sie schon gewonnen." Unter anderem im Wimbledon-Endspiel 2004. 2:2 lautet die Bilanz zwischen beiden. "Sie hat schon sieben Grand-Slam-Titel´, meinte die zweifache Major-Siegerin: "Da habe ich noch eine Menge aufzuholen."

© SID

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