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22.01.2009

06:41 Uhr

Tennis Australian Open

Tommy Haas locker in Runde drei

Bei den Australian Open in Melbourne hat Davis-Cup-Spieler Tommy Haas die dritte Runde erreicht. Andreas Beck und Michael Berrer sind hingegen ausgeschieden.

Tommy Haas hat die dritte Runde erreicht. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Tommy Haas hat die dritte Runde erreicht. Foto: Bongarts/Getty Images

Tommy Haas und sonst nichts. Das ist die ernüchternde Bilanz für den Deutschen Tennis Bund (DTB) nach zwei Runden bei den Australian Open in Melbourne. Zehn Jahre nachdem der 30-Jährige an gleicher Stelle erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier in ein Halbfinale vorstieß, ist er als einziger von ursprünglich 20 deutschen Startern übrig geblieben.

Böige Winde und Temperaturen bis 35,4 Grad machten den Spielern diesmal zu schaffen. Haas ließ sich gegen den Italiener Flavio Cipolla davon aber nicht beeinflussen und setzte sich souverän 6:1, 6:2, 6:1 durch. "Man musste bei diesen Bedingungen mental stark bleiben", sagte der erfahrene Wahl-Amerikaner bei seinem 39. Grand-Slam-Turnier.

Aus für Berrer und Beck

Das gelang den Jüngeren nicht. Michael Berrer verlor gegen den Tschechen Radek Stepanek mit 3:6, 2:6, 7:6, 5:7 und saß bereits am Abend im selben Flieger heimwärts wie Qualifikant Andreas Beck, der mit 7:5, 6:7 (7:9), 4:6, 3:6 am Österreicher Jürgen Melzer scheiterte.

Die Aussichten, dass Haas in die zweite Woche vorstößt, sind allerdings eher gering. Sein nächster Gegner ist am Samstag der Weltranglistenerste Rafael Nadal, gegen den der gebürtige Hamburger in bislang drei Treffen noch keinen Satz gewonnen hat. Zuletzt fand das Turnier in Melbourne 2004 in der zweiten Woche in den Einzeln ohne deutsche Beteiligung statt.

"Ich war hier 1999 das erste Mal auf dem Centre Court und bin sehr stolz, dass ich es wieder geschafft habe", sagte Haas. Nach über fünf Monaten Pause wegen einer Ellenbogenverletzung ist sein Auftritt im Melbourne Park bemerkenswert. Das ist auch Nadal nicht verborgen geblieben: "Haas wird mein erster ernsthafter Test. Er ist ein sehr guter Spieler, der nach Verletzungen immer wieder stark zurückgekommen ist."

"Ranking egal"

Auf Position 79 wird Haas nach seiner Zwangspause seit Ende August nur noch geführt, es ist ihm egal. "Ich kümmere mich nicht mehr um das Ranking, früher habe ich mir da zu viel Druck gemacht", sagt er, "mir geht es jetzt darum, Tennis zu genießen." Deshalb auch freut er sich trotz seiner Außenseiterrolle so auf die Partie gegen den Spanier: "Es macht Spaß, gegen ihn zu spielen, und ich habe nichts zu verlieren."

Für die jungen deutschen Kollegen ist Haas so etwas wie ein Vorbild. Beck, der gegen Melzer über weite Strecken eine ausgeglichene Partie bot, war zwölf, als der ehemalige Weltranglistenzweite in Melbourne erstmals auf dem Centre Court stand. "Ich freue mich für ihn, und dass er unter die ersten 20 gehört, darüber brauchen wir nicht zu reden", sagte der Ravensburger, "er gibt uns jungen Ratschläge und ist ein sehr netter Kerl." Und das hört man nicht über jeden deutschen Profi.

© SID

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