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09.03.2006

19:31 Uhr

Tennis International

Fanatischer Vater zu acht Jahren Haft verurteilt

Für acht Jahr muss der wegen des Todes von Alexandre Lagardere angeklagte Franzose Christophe Fauviau ins Gefängnis. Der 45-Jährige hatte die Trinkflaschen der Tennis-Gegner seiner Kinder manipuliert.

Das Schwurgericht in Mont-De-Marsan hat den wegen des Todes von Tennisspieler Alexandre Lagardere angeklagten Franzose Christophe Fauviau zu einer Haftstrafe von acht Jahren verurteilt. Der 45-Jährige hatte über einen Zeitraum von drei Jahren die Trinkflaschen der Kontrahenten seiner Tennis spielenden Kinder Maxime und Valentine manipuliert.

Lagardere hatte ein Spiel gegen Maxime Fauviau wegen Erschöpfung aufgegeben, anschließend war der 25 Jahre alte Lehrer auf der Heimatfahrt am Steuer seines Wagens eingeschlafen und tödlich verunglückt. Bei der Untersuchung des Falles waren bei Lagardere Spuren des Beruhigungsmittels Temesa gefunden worden.

Christophe Fauviau, dem ursprünglich 20 Jahre Gefängnis drohten, hatte die Manipulationen in den Jahren 2000 bis 2003 zugegeben. Der pensionierte Armee-Offizier hatte eine Stresssituation als Grund für seine Taten genannt, den Vorsatzvorwurf aber zurückgewiesen. Er habe zum damaligen Zeitpunkt selbst unter dem Einfluss den Beruhigungsmittels gestanden.

Der ehemalige Hubschrauberpilot räumte ein, das Mittel sechs Gegenspielern seines Sohnes und 21 Rivalinnen seiner Tochter verabreicht zu haben. Die heute 15-jährige Valentine Fauviau, inzwischen ein hoffnungsvolles Tennis-Talent, gab an, von den Machenschaften ihres Vaters nichts gewusst zu haben.

© SID

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