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08.01.2009

10:43 Uhr

Tennis International

Schock für Nicolas Kiefer: doppelter Bänderriss

Nicolas Kiefer hat sich beim Hopman-Cup im Spiel gegen die Slowakei einen doppelten Bänderriss im Knöchel zugezogen. Trotzdem hofft er, bei den Australian Open starten zu können.

Nicolas Kiefer wurde im Rollstuhl abtransportiert. Foto: AFP SID

Nicolas Kiefer wurde im Rollstuhl abtransportiert. Foto: AFP

Nicolas Kiefer hat beim Hopman-Cup in Perth im Spiel gegen den Slowaken Dominik Hrbaty einen doppelten Bänderriss im rechten Knöchel erlitten. Zudem ist eine Sehne des Sprunggelenks in Mitleidenschaft gezogen. Seinen Start bei den Australian Open in Melbourne (16. Januar bis 1. Februar) hat der 30-Jährige dennoch nicht abgeschrieben: "Die Chance ist minimal, aber sie ist da."

Der 30-Jährige hatte im Match gegen Hrbaty bei eigener 3:1-Führung im ersten Satz nach einem unerreichbaren Passierball seines Gegners bereits abgedreht, als er mit dem rechten Fuß auf dem stumpfen Rebound-Ace-Belag umknickte und wie vom Blitz getroffen zusammenbrach. Nach einer ersten Behandlung an Ort und Stelle wurde Kiefer mit dicken Eisbeuteln auf dem Knöchel im Rollstuhl abtransportiert.

Am Samstag fliegt Kiefer von Perth nach Melbourne, wo er sich mit seinem spanischen Physiotherapeuten Gabriel Marias trifft. "Ich werde alles tun, damit ich in Melbourne spielen kann", sagte der Hannoveraner: "Vor allem hoffe ich, dass ich um eine Operation herumkomme." Bereits 1997 war Kiefer am rechten Sprunggelenk operiert worden.

Deutschland verpasst das Finale

Durch Kiefers 1:3-Niederlage gegen Hrbaty hat Deutschland das Finale beim Hopman-Cup verpasst. Zum Auftakt hatte die Berlinerin Sabine Lisicki ihr Einzel gegen Dominika Cibulkowa mit 6:7 (3:7), 4:6 verloren. Die beiden ersten Gruppenspiele gegen Gastgeber Australien und die USA hatten Kiefer und Lisicki jeweils mit 2:1 gewonnen. Mit einem Sieg gegen die Slowakei hätten sie das Finale am Freitag erreicht, in dem nun Cibulkova und Hrbaty gegen die russischen Geschwister Dinara Safina und Marat Safin antreten.

Im Endspiel treten nun Cibulkowa und Hrbaty gegen den Gewinner der Gruppe B an. Chancen haben noch Russland, Frankreich und Italien.

© SID

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