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10.09.2013

02:41 Uhr

Tennis

Nadal triumphiert bei den US Open

Auf der Weltrangliste bleibt Novak Djokovic die Nummer eins. Doch im Finale der US Open musste sich der Serbe geschlagen geben – gegen den Spanier Rafael Nadal unterlag Djokovic in vier Sätzen.

Da ist der Pott: Rafael Nadal, der Sieger im Finale der US Open. ap

Da ist der Pott: Rafael Nadal, der Sieger im Finale der US Open.

New YorkDer spanische Tennisprofi Rafael Nadal hat zum zweiten Mal nach 2010 die US Open gewonnen. Der Weltranglisten-Zweite setzte sich am Montag im Finale gegen Novak Djokovic nach 3:21 Stunden mit 6:2, 3:6, 6:4, 6:1 durch. Für den 27 Jahre alten Linkshänder ist es der 13. Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier und der 60. Titel insgesamt. Mehr Erfolge bei den vier wichtigsten Turnieren haben nur Roger Federer (17) und Pete Sampras (14).

„Er war zu gut, er hat es definitiv verdient, heute zu gewinnen und diese Trophäe zu bekommen“, sagte Djokovic. Trotz der Niederlage bleibt der 26 Jahre alte Serbe aber vorerst die Nummer eins der Weltrangliste. Vor einem Jahr stand er ebenfalls im Endspiel von New York und verlor damals gegen den Briten Andy Murray. Nadal fehlte 2012 wegen seiner langwierigen Knieverletzung.

„Es macht mich sehr glücklich, hier im Finale zu sein, das allein ist ein großartiges Resultat. Nach dem, was letztes Jahr war, ist es ein Traum für mich“, hatte der Mallorquiner vor dem Match im voll besetzten Arthur Ashe Stadium gesagt. Und mit traumwandlerischer Sicherheit startete er auch in die Partie gegen den sechsmaligen Grand-Slam-Gewinner und US-Open-Champion von 2011.

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Zum 2:1 und 5:2 gelangen dem Spanier im ersten Satz Breaks. Nach 42 Minuten entschied er den Durchgang vor den Augen der spanischen Königin Sofia für sich. Als Nadal im zweiten Spiel des zweiten Satzes mit 15:40 in Rückstand geriet, beschwerte er sich beim Schiedsrichter über die ständigen Zwischenrufe während der Ballwechsel und musste sich dafür Pfiffe gefallen lassen. Ihm gelang noch der Punkt zum 1:1, zum 3:5 aber gab Nadal sein Aufschlagsspiel ab, so dass Djokovic den Satz nach 58 Minuten gewann.

Im dritten Durchgang gelang dem Serben sofort das Break zum 1:0, der Australian-Open-Sieger schien nun plötzlich im Vorteil zu sein. Beim Stand von 4:4 führte Djokovic 40:0, aber Nadal wehrte alle drei Breakbälle ab, ging 5:4 in Führung und sicherte sich den dritten Satz nach 61 Minuten mit 6:4.

Jetzt war Djokovics Gegenwehr endgültig gebrochen, 40 weitere Minuten dauerte der vierte Durchgang - dann ließ sich Nadal auf den Rücken fallen und schlug ungläubig die Hände vors Gesicht. 60 Partien hat er nun seit seinem Comeback Anfang des Jahres bestritten und nur drei verloren. Auf Hartplatz ist er seit dem überzeugenden Finalsieg gegen Djokovic jetzt seit 22 Spielen ungeschlagen.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Tom

10.09.2013, 06:23 Uhr

Wann wird der Doping-Vorwurf in Zusammenhang mit dem Arzt Eufemiano Fuentes & Nadal endlich aufgeklärt?

HUKL

10.09.2013, 18:59 Uhr

Das war ein tolles mitternächtliches Endspiel!

Nur, wer es mit dieser Sportart einmal versuchte (und dabei wie ich kläglich scheiterte), weiß,
was diese beiden Burschen für großartige Leistungen vollbrachten! Sie spielten wie von einem anderen Stern.
Im Vergleich zu den Fußballern überzeugten sie geradezu durchweg mit einer fast unvorstellbar hohen körperlichen Vorstellung! Über ihre präziesen Schläge bei einer möglichst hohen Geschwindigkeit des kleinen Balles konnte man sich als Zuschauer zuhause im bequemen Sessel nur wundern.

Wie es immer bei sportlichen Wettkämpfen so ist, drückt man einem besonders kräftig die Daumen, und das war Djokovic. Es war allerdings nach seiner langwierigen Verletzung geradezu sensationell, mit welcher kämpferischer Einstellung sein spanischer Gegner Nadal bis zum Schluss um jeden Ball schier bis zur Erschöpfung dagegenhielt und deshalb auch völlig verdient gewann.

Erst bei tiefen Kameraeinstellungen konnte man erkennen, welches Feingefühl aufzubringen ist, den eigenen Ball in das nicht zu sehende Feld des Gegners exakt unterzubringen!

Wohltuend war auch die anschließend faire gegenseitige Gratulation und Achtung, einfach eine perfekte Werbung für diese in unseren Breiten leider nicht mehr ganz so populäre Sportart!

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