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03.05.2013

20:36 Uhr

Tennisturnier in München

Drei Deutsche für ein Finale

Wie in der Champions League könnte es auch beim ATP-Turnier in München ein deutsch-deutsches Finale geben. Die Chancen stehen gut: Unter den letzten Vier befinden sich drei Deutsche.

Tommy Haas steht im Halbfinale – genau wie seine Landsmänner Philipp Kohlschreiber und Daniel Brands. Somit steht auf jeden Fall ein Deutscher im Finale am Sonntag. dpa

Tommy Haas steht im Halbfinale – genau wie seine Landsmänner Philipp Kohlschreiber und Daniel Brands. Somit steht auf jeden Fall ein Deutscher im Finale am Sonntag.

MünchenDie deutschen Tenniscracks ließen sich von den Zuschauern feiern, sogar die La-Ola-Welle schwappte mehrmals durch die Münchner Arena. Dank bravouröser Auftritte auf dem bayerischen Sand sind Tommy Haas, Philipp Kohlschreiber und Daniel Brands am Freitag ins Halbfinale beim ATP-Heimspiel spaziert. Damit steht schon jetzt fest, dass am Sonntag im Finale mindestens ein Deutscher steht. Im Optimalfall könnte es sogar zu einem rein-deutschen Match kommen.

„Ein geiles Publikum“, frohlockte Titelverteidiger Kohlschreiber, „das Turnier hier muss eben von einem Deutschen gewonnen werden.“ Erst zum fünften Mal in der ATP-Geschichte überhaupt schafften drei Deutsche gemeinsam den Sprung ins Halbfinale. Zuletzt war das vor knapp 14 Jahren in Hongkong gelungen, als Hendrik Dreekmann sowie Bernd Karbacher in der Vorschlussrunde scheiterten und sich Boris Becker im Endspiel Andre Agassi (USA) geschlagen geben musste. „Ein toller Erfolg mal wieder fürs deutsche Tennis“, sagte Brands.

Mit wiedergewonnener Stärke und beeindruckenden Schlägen setzte sich Altstar Haas gegen seinen Landsmann Florian Mayer durch, nach dem lockeren 6:4, 6:1 winkt für den 35-Jährigen nun der erste Titel in München. „Das war ein sehr, sehr gutes Match von mir“, erkannte der Publikumsliebling unter dem Jubel der bayerischen Fans auf dem Center Court. Auf dem Weg ins Endspiel muss Haas am Samstag den Kroaten Ivan Dodig ausschalten.

Vorjahressieger Kohlschreiber hatte gegen den angeschlagenen Serben Viktor Troicki beim 6:3, 7:6 (7:3) ebenso wenig Mühe; dem Augsburger winkt sogar schon der dritte Turniersieg in München. Für eine weitere Überraschung sorgte Daniel Brands: Einen Tag nach seinem Sieg über den französischen Star Gael Monfils schlug der Deggendorfer Aufschlagkünstler auch den topgesetzten Serben Janko Tipsarevic mit 6:3, 4:6, 6:4 - und trifft nun auf Kohlschreiber. „Daniel wird mit monsterviel Selbstvertrauen auflaufen“, sagte der Favorit.

Für Haas wäre der Münchner Titel eine Premiere. „Es ist vielleicht meine letzte Chance, hier zu gewinnen“, betonte der Basecap-Träger bei seinem zehnten München-Auftritt. Nach der dominanten Vorstellung gegen Mayer machte ihm der Bayreuther das größte Lob: „Tommy hat einfach gespielt wie von einem anderen Stern“, lobte Mayer und befand: „Wenn er so spielt, muss ihn erstmal einer schlagen.“

Haas-Gegner Dodig hat sich bereits den Ruf als Favoritenschreck erarbeitet - nicht zuletzt durch seinen 6:4, 6:4-Viertelfinalsieg über den an Nummer fünf gesetzten Ukrainer Alexander Dolgopolow. „Dodig wird ein ganz schöner Brocken“, urteilte Haas vor seinem vierten Halbfinale in 2013, „er ist ein absoluter Kämpfer, er spielt sehr aggressiv.“ Zuvor hatte der Kroate bereits die Mitfavoriten Nikolai Dawydenko (Russland) und Marin Cilic (Kroatien) besiegt.

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