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02.02.2008

15:12 Uhr

Tischtennis International

Boll unterliegt überraschend Kroaten Primorac

Der dreifache Tischtennis-Europameister Timo Boll hat bei den Europe Top zwölf in Frankfurt/Main das Viertelfinale verpasst. Boll musste sich Goran Primorac mit 1:4 geschlagen geben.

Tischtennis-Europameister Timo Boll musste ausgerechnet bei seinem Heimspiel beim Europe Top zwölf in Frankfurt bereits nach der Vorrunde sieglos die Koffer packen. Sein Düsseldorfer Vereinskollege Dimitrij Ovtcharov strich vor 5 000 Fans in der Ballsporthalle eine Runde später im Viertelfinale vorzeitig die Segel. Dagegen erreichte Wu Jiaduo aus Kroppach das Halbfinale, Elke Wosik (Busenbach) scheiterte bei dem mit 60 000 Euro dotierten Turnier ebenfalls in der Gruppenphase.

"Die Form kommt dann schon von ganz allein"

"Sicherlich hatte ich mir mehr erhofft. Aber mir war zunächst wichtig, dass mein Knie hält. Die Form kommt dann schon von ganz allein wieder", erklärte der dreimalige Turniersieger Boll. Nach seiner wochenlangen Zwangspause wegen einer Entzündung im Knie hatte der gebürtige Odenwälder sowohl gegen Zoran Primorac als auch gegen Alexej Smirnow keine Chance.

Beim 1:4 gegen Primorac kam Boll nicht mit dem aggressiven Spiel des Vize-Europameisters zurecht und unterlag deutlich mit 1:4. Auch gegen den Russen Smirnow zog Boll mit 1:4 den Kürzeren, bot aber bereits eine bessere Vorstellung als zum Auftakt.

Auch Vereinskollege Ovtcharov fand kein wirksames Mittel gegen Smirnow und scheiterte im Viertelfinale an dem Russen. Knackpunkt beim 2:4 war der fünfte Durchgang, als der EM-Dritte Ovtcharov zunächst drei Satzbälle bravourös abwehrte und letztlich doch mit 11:13 unterlag. Den letzten Satz gab Ovtcharov schließlich klar mit 5:11 ab.

Gruppensieger dank besserer Satzdifferenz

In der Gruppenphase war der gebürtige Ukrainer zunächst nach großem Kampf im Duell der Generationen gegen den 45 Jahre alten Spanier He Zhi Wen mit 3:4 unterlegen. In dem packenden Spiel hatte der Düsseldorfer große Probleme mit den präzisen Aufschlägen des Gegners, der schließlich seinen fünften Matchball nutzte. Im zweiten Gruppenspiel schlug der 19 Jahre alte Jungstar allerdings den Belgier Jean-Michel Saive 4:1 und setzte sich dank der besseren Satzdifferenz als Gruppensieger durch.

Bei den Damen ließ Wu Jiaduo Tamara Boros im Viertelfinale keine Chance. Gegen die WM-Dritte von 2003 aus Kroatien hatte die 30-Jährige lediglich im ersten Satz Probleme, als sie einen 5:9-Rückstand noch in ein 11:9 umwandeln musste. Damit blieb Wu auch im dritten Turnierspiel ohne Satzverlust.

"Jetzt will ich ins Endspiel"

"Ich habe mein Ziel Halbfinale erreicht und jetzt will ich unbedingt ins Endspiel. Gegen Li Jiao wird es sicherlich nicht leicht, aber ich habe sie schon einmal vor zwei Jahren bei der Mannschafts-WM in Bremen geschlagen", sagte Wu. Halbfinalgegnerin Li aus den Niederlanden gilt als amtierende Europameisterin als Topfavoritin des Turniers.

In der Vorrunde hatte Wu weder gegen Wiktoria Pawlowitsch (Weißrussland) noch gegen Daniela Dodean (Rumänien) Probleme und setzte sich souverän durch. Nach dem lockeren 4:0-Auftaktsieg gegen Pawlowitsch untermauerte die 30-Jährige auch beim 4:0 gegen Dodean ihre Titelambitionen.

Dagegen musste Elke Wosik die Segel nach zwei Spielen streichen. Die 34-Jährige unterlag Liu Jia (Österreich) mit 1:4 und schied trotz eines 4:2-Sieges gegen Ni Xia Lian (Luxemburg) auf Grund der schlechteren Satzdifferenz aus.

Die Halbfinals und Endspiele werden am Sonntag ab 10.00 Uhr ausgetragen.

© SID

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