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22.10.2012

11:04 Uhr

Tischtennis-König Timo Boll

„90 Prozent zu geben ist nicht genug“

Mit 31 Jahren denkt Europas alter und neuer Tischtennis-König Timo Boll längst noch nicht ans Aufhören. 2013 will er in Chinas Superliga spielen und auch im Frühjahr bei der WM in Paris in Top-Form sein.

Timo Boll of Germany präsentiert seinen Pokal. Reuters

Timo Boll of Germany präsentiert seinen Pokal.

HerningTimo Boll befindet sich im Herbst seiner Tischtennis-Karriere. Der zum sechsten Mal als Einzel-Europameister gekürte Top-Star kokettiert gerne mit seinem Alter. „Im Halbfinale waren alle Spieler um die 30 oder älter. Wir alten Säcke haben es den Jungen wieder einmal gezeigt“, sagte der 31 Jahre alte Champion. Sein Lieblingsturnier findet seit einigen Jahren im September oder Oktober statt. „Die EM im Herbst, das ist eine gute Zeit für mich. Ich brauche viele Spiele vor solchen Großereignissen“, erläuterte Boll seine einzigartige und verblüffende Dominanz.

Ein Selbstläufer sind die EM-Titel am Fließband - 16 sind es insgesamt - für den gebürtigen Hessen aber nicht. „Es sieht einfacher aus, als es ist. 90 Prozent zu geben ist nicht genug“, betonte der Rekord-Europameister. Seine Motivation für die Zukunft ist weiterhin groß, ebenso die Genugtuung über seinen sechsten EM-Streich. „Ich wollte zeigen, dass ich mehr Möglichkeiten habe, als man bei Olympia in London sehen konnte. Da bin ich stolz, dass mir das gelungen ist“, berichtete Boll.

Aufmerksam hatte er registriert, dass nach dem frühen Olympia-Aus einige Experten auch bei dem EM-Turnier in Dänemark eine Wachablösung durch den 24 Jahre alten Olympia-Dritten Dimitrij Ovtcharov erwartet hatten. Doch der Kronprinz muss noch warten, der König denkt nicht ans Aufhören. „Timo kann sich auf den Punkt konzentrieren wie kaum ein anderer. Seine spielerischen Fähigkeiten sind herausragend, er hat wenig Löcher und kann ein Spiel sehr gut lesen“, erklärte Sportdirektor Dirk Schimmelpfennig die Stärken des WM-Dritten.

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