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21.01.2008

12:02 Uhr

Tischtennis WM

Boll führt Dttb-Team zur WM in Guangzhou

Mit Timo Boll und Wu Jiaduo an der Spitze reisen die deutschen Tischtennis-Asse zur Mannschafts-WM nach Guangzhou. Die Routiniers Jörg Roßkopf und Nicole Struse fehlen dagegen bei dem Turnier, das Ende Februar beginnt.

Timo Boll und Wu Jiaduo führen die deutschen Tischtennis-Asse bei der Mannschafts-WM in Guangzhou (24. Februar bis 2. März) an. Rekordnationalspieler Jörg Roßkopf und die mehrfache Europameisterin Nicole Struse fehlen dagegen. Neben dem Weltranglisten-Vierten Boll nominierte der Deutsche Tischtennis-Bund (Dttb) Dimitrij Ovtcharov, Christian Süß (beide Düsseldorf), Bastian Steger und Patrick Baum (beide Frickenhausen).

Auch bei den Frauen setzt man auf eine Mischung aus Erfahrung und Jugend. An der Seite der gebürtigen Chinesin Jiaduo und Elke Wosik (Busenbach) gehen die 21-jährige Zhenqi Barthel (Holsterhausen) und 17 Jahre alte WM-Debütantin Amelie Solja (Saarlouis-Fraulautern) an den Start.

Roßkopf erstmals seit 1985 nicht bei WM dabei

Der 38-jährige Roßkopf (Jülich) ist damit zum ersten Mal seit 1985 in Göteborg nicht bei einer WM dabei. "Wir haben mit Rossi gesprochen. Es fällt uns allen auch persönlich schwer, Deutschlands Mr. Tischtennis erstmals nicht zu nominieren", sagte Sportdirektor Dirk Schimmelpfennig, "aber wir haben uns entschieden, den fünften Platz im deutschen Männer-Team an einen jungen Spieler zu vergeben. " Der Abschied des Doppel-Weltmeisters von 1989 deutete sich bereits im Vorjahr beim Gewinn der Mannschafts-EM in Bremen an.

Ebenso wie "Rossi" erging es Nicole Struse (Kroppach), die seit 1989 in Dortmund keine WM verpasste. "Wir tragen mit der Nominierung den guten internationalen Ergebnissen von Amelie Solja und Zhenqi Barthel in den letzten Monaten Rechnung, deren Leistungskurve klar nach oben zeigt", erklärte Schimmelpfennig.

Solja, im Dezember WM-Dritte im Mädchen-Einzel, verbesserte sich im Vorjahr um fast 80 Weltranglisten-Plätze auf Position 100. Für Barthel ging es 24 Ränge nach oben, zudem erspielte sie sich vor allem Ende 2007 beachtliche Erfolge gegen internationale Spitzenspielerinnen.

Noch nicht endgültig hat der Dttb über die beiden deutschen Startplätze beim europäischen Olympia-Qualifikationsturnier im französischen Nantes (2. bis 6. April) entschieden. Bei einem Gespräch mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (Dosb) Ende Januar wird der Dttb vorschlagen, wer um das jeweils dritte Ticket nach Peking hinter Boll und Ovtcharov sowie Wu und Wosik spielen darf.

© SID

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