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15.03.2006

12:13 Uhr

Tischtennis WM

Glück und Pech bei WM-Auslosung für Dttb-Teams

Bei der Auslosung zur Mannschafts-Weltmeisterschaft in Bremen hatten die deutschen Tischtennis-Auswahlteams unterschiedliches Losglück. Für die Dttb-Herren lief es gut, die Damen hatten dagegen Pech.

Unterschiedlicher könnte die Ausgangslage nach der Vorrunden-Auslosung für die Mannschafts-WM in Bremen (24. April bis 1. Mai) für die deutschen Tischtennis-Auswahlteams kaum sein.

Die Dttb-Herren würden im Falle eines Sieges in der Vorrunden-Gruppe C mit dem EM-Zweiten Österreich, Tschechien, Polen, Serbien und Norwegen voraussichtlich frühestens im Halbfinale auf die chinesischen Titelverteidiger treffen. Ihren weiblichen Kolleginnen um die "Top 20"-Spielerin Nicole Struse dagegen steht ebenfalls in Gruppe C gegen den WM-Vierten Südkorea, Ex-Europameister Italien, Österreich, die Niederlande sowie Außenseiter Australien ein härteres Programm bevor.

Schimmelpfennig: "Das wird eine heiße Geige"

"Das wird eine heiße Geige", sagte Chefbundestrainer Dirk Schimmelpfennig zu den WM-Aufgaben von Boll und Co. angesichts der gründlich misslungenen "Operation Gold" bei der EM im Vorjahr. Für die Damen gab der Kölner die Devise "Ärmel aufkrempeln" aus: "Die Zielstellung war vorher und ist es weiter, in der Gruppe unter die besten Drei zu kommen."

Die Sieger der bei Damen und Herren jeweils vier Sechser-Gruppen qualifizieren sich automatisch für das Viertelfinale. Ihre Gegner ermitteln die Gruppen-Zweiten und die drittplatzierten Mannschaften in einem "halben Achtelfinale". In beiden Wettbewerben ist China Titelverteidiger. Schimmelpfennig kündigte kämpferische Auftritte der WM-Gastgeber an: "Die WM hat sich nicht bei der Auslosung entschieden. Wir werden jetzt in Gruppenspielen sehen, was die Setzlisten und unsere Einstufungen an den fünften Positionen wert sind."

Hoffen auf Heimvorteil

Dttb-Vizepräsident Eberhard Schöler hofft dafür bei der ersten WM in Deutschland seit dem Doppel-Triumph von Jörg Roßkopf und Steffen Fetzner 1989 in Dortmund und den insgesamt fünften Welt-Titelkämpfen auf deutschem Boden auf das Publikum: "Der Heimvorteil kann zwar auch zu größerer Anspannung führen, aber ich sehe das positiv: Die Fans können mit ihrer Unterstützung bei den Aktiven zusätzliche Kräfte freisetzen", sagte der Vizeweltmeister von München 1969.

Der Kartenvorverkauf schürt die Erwartungen von "Mr. Pokerface" jedenfalls. Rund sechs Wochen vor WM-Beginn sind bereits gut 45 000 der insgesamt 62 000 Tickets abgesetzt. "Das übertrifft unsere Erwartungen völlig", meinte Dttb-Präsident Thomas Weikert.

Die Fans ohne Karten müssen nicht in die Röhre gucken: Der Dttb gab am Rande der Auslosung den Abschluss eines TV-Vertrages mit ARD und ZDF bekannt. Neben einer kontinuierlichen Berichterstattung sind darin für das "lange" Schluss-Wochenende auch Liveübertragungen vom Viertel- und Halbfinale sowie vom Endspiel vereinbart - falls die Dttb-Teams beteiligt sind.

© SID

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