Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.07.2015

17:22 Uhr

Titelverteidiger im Finale

Djokovic greift wieder nach der Wimbledon-Krone

Dreimal hat sein prominenter Coach in Wimbledon den Titel gewonnen. Jetzt kann Novak Djokovic mit Boris Becker gleichziehen. Nach einem klaren Sieg gegen Richard Gasquet erreichte der Vorjahressieger das Endspiel.

Der Schützling von Boris Becker steht zum vierten Mal im Endspiel von London. ap

Novak Djokovic im Wimbledon-Finale

Der Schützling von Boris Becker steht zum vierten Mal im Endspiel von London.

LondonTitelverteidiger Novak Djokovic steht zum vierten Mal im Wimbledon-Endspiel. Der von Boris Becker trainierte Tennisprofi aus Serbien entschied am Freitag das erste Halbfinale gegen den Franzosen Richard Gasquet mit 7:6 (7:2), 6:4, 6:4 für sich.

Im Kampf um seinen dritten Titel bei dem Grand-Slam-Turnier in London trifft der 28-Jährige am Sonntag entweder in einer Neuauflage des Vorjahres-Endspiels auf den Schweizer Roger Federer oder den Schotten Andy Murray. Djokovic gewann 2011 und 2014 den Titel in Wimbledon, 2013 verlor er im Finale gegen Murray. Gegen Gasquet feierte der Weltranglisten-Erste nach 2:21 Stunden im 13. Duell den 12. Sieg.

Im ersten Satz präsentierte sich Gasquet als Gegner auf Augenhöhe. Vor allem mit seiner eleganten einhändigen Rückhand stellte der Weltranglisten-20. seinen Kontrahenten immer wieder vor Schwierigkeiten. Erst nach 52 Minuten entschied Djokovic Durchgang eins im Tiebreak für sich. Im zweiten Satz musste sich der achtmalige Grand-Slam-Turniersieger beim Stand von 5:4 kurz behandeln und an der Schulter massieren lassen, schien aber nicht beeinträchtigt.

Wimbledon-Sieger seit 1991

1991

Michael Stich (Deutschland)

6:4, 7:6, 6:4 gegen Boris Becker (Deutschland)

1992

Andre Agassi (USA)

6:7, 6:4, 6:4, 1:6, 6:4 gegen Goran Ivanisevic (Kroatien)

1993

Pete Sampras (USA)

7:6, 7:6, 3:6, 6:3 gegen Jim Courier (USA)

1994

Pete Sampras (USA)

7:6, 7:6, 6:0 gegen Goran Ivanisevic (Kroatien)

1995

Pete Sampras (USA)

6:7, 6:2, 6:4, 6:2 gegen Boris Becker (Deutschland)

1996

Richard Krajicek (Niederlande)

6:3, 6:4, 6:3 gegen MaliVai Washington (USA)

1997

Pete Sampras (USA)

6:4, 6:2, 6:4 gegen Cédric Pioline (Frankreich)

1998

Pete Sampras (USA)

6:7, 7:6, 6:4, 3:6, 6:2 gegen Goran Ivanisevic (Kroatien)

1999

Pete Sampras (USA)

6:3, 6:4, 7:5 gegen Andre Agassi (USA)

2000

Pete Sampras (USA)

6:7, 7:6, 6:4, 6:2 gegen Patrick Rafter (Australien)

2001

Goran Ivanisevic (Kroatien)

6:3, 3:6, 6:3, 2:6, 9:7 gegen Patrick Rafter (Australien)

2002

Lleyton Hewitt (Australien)

6:1, 6:3, 6:2 gegen David Nalbandian (Argentinien)

2003

Roger Federer (Schweiz)

7:6, 6:2, 7:6 gegen Mark Philippoussis (Australien)

2004

Roger Federer (Schweiz)

4:6, 7:5, 7:6, 6:4 gegen Andy Roddick (USA)

2005

Roger Federer (Schweiz)

6:2, 7:6, 6:4 gegen Andy Roddick (USA)

2006

Roger Federer (Schweiz)

6:0, 7:6, 6:7, 6:3 gegen Rafael Nadal (Spanien)

2007

Roger Federer (Schweiz)

7:6, 4:6, 7:6, 2:6, 6:2 gegen Rafael Nadal (Spanien)

2008

Rafael Nadal (Spanien)

6:4, 6:4, 6:7, 6:7, 9:7 gegen Roger Federer (Schweiz)

2009

Roger Federer (Schweiz)

5:7, 7:6, 7:6, 3:6, 16:14 gegen Andy Roddick (USA)

2010

Rafael Nadal (Spanien)

6:3, 7:5, 6:4 gegen Tomas Berdych (Tschechien)

2011

Novak Djokovic (Serbien)

6:4, 6:1, 1:6, 6:3 gegen Rafael Nadal (Spanien)

2012

Roger Federer (Schweiz)

4:6, 7:5, 6:3, 6:4 gegen Andy Murray (Großbritannien)

2013

Andy Murray (Großbritannien)

6:4, 7:5, 6:4 gegen Novak Djokovic (Serbien)

Zum 2:1 gelang Djokovic im dritten Satz das frühe Break. Den Vorteil gab er nicht mehr aus der Hand und beendete mit einem unerreichbaren Vorhandschlag bei seinem dritten Matchball die Partie. Nun könnte er mit einem Erfolg im Finale am Sonntag (15.00 Uhr/MESZ) mit seinem Trainer gleichziehen. Becker holte vor 30 Jahren als damals 17-Jähriger seinen ersten Titel in Wimbledon und gewann auch 1986 und 1989 die prestigereiche Rasen-Veranstaltung an der Church Road.

Gasquet dagegen verpasste sein erstes Grand-Slam-Finale überhaupt. Der 29-Jährige stand 2007 schon einmal im Wimbledon-Halbfinale. 2013 schaffte er es bei den US Open unter die besten Vier. Im Viertelfinale hatte Gasquet in einem Fünf-Satz-Match noch French-Open-Sieger Stan Wawrinka aus der Schweiz bezwungen.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×