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09.02.2005

17:18 Uhr

Todt: Sind ein kleines Unternehmen

Ferrari dachte an Formel-1-Ausstieg

Das Engagement bei der Rennserie ist ein teure Sache - und auch die Mittel des Branchenführers sind nicht unerschöpflich.

Roter Renner

Michael Schumacher rast im durch eine Kurve.

dpa FRANKFURT/MAIN. Branchenführer Ferrari hat mehrmals über einen Rückzug aus der Formel 1 nachgedacht. "Wir haben sehr oft darüber diskutiert, die Formel 1 zu verlassen, weil sie zu viel Geld kostete", sagte Teamchef Jean Todt der englischen Zeitung "The Times".

Ferrari sei ein kleines Unternehmen und müsse die Kosten abdecken. Der Rennstall hätte in die Lage kommen können, mit der Formel 1 aufzuhören, konstatierte Todt. Mit der von den anderen neun Rennställen teilweise heftig kritisierten Zustimmung im vergangenen Monat zu einem neuen Concorde Agreement von 2008 bis 2012 garantierten die Italiener indes bereits ihren Verbleib in der Königsklasse des Motorsports. Die alte Übereinkunft endet 2007.

Der Alleingang soll Ferrari angeblich 100 Mill. Dollar von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone gebracht haben. "Wir konnten nicht blind einen neuen Weg einschlagen und es war an uns, die Zukunft von Ferrari in der Formel 1 zu sichern", erklärte Todt mit Blick auf die von der Herstellervereinigung geplante Konkurrenzserie Gpwc von 2008 an.

Todt geht davon aus, dass früher oder später "Realität und Logik" auch die anderen Teams, die noch nicht das die Abläufe und Verteilung der Erlöse regelnde Concorde Agreement unterschrieben haben, zu derselben Entscheidung bewegen werde. So war die Finanzspritze offenbar auch für Michael Schumachers Rennstall Ferrari von großer Bedeutung, obwohl Todt dies verneinte. Der Trend zunehmender Kosten ohne zusätzliche Einkünfte hätte allerdings die Fragen nach der Zukunft von Ferrari auf die Agenda gebracht, erklärte er, nachdem der Rennstall aus Maranello als einziges Team seit WM-Beginn vor 55 Jahren bei der Formel 1 am Start ist.

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