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19.07.2015

19:43 Uhr

Tour de France

André Greipel holt Etappensieg

André Greipel hat das Triple geschafft: Der Rostocker holte sich nun nach seinen Siegen in Zeeland und Amiens den dritten Etappensieg auf der diesjährigen Tour de France. Sein Rivale Degenkolb wird zur tragischen Figur.

Die Faust als Zeichen des Triumphs gereckt: Greipel holt seinen dritten Etappensieg. AFP

André Greipel auf der Zielgeraden

Die Faust als Zeichen des Triumphs gereckt: Greipel holt seinen dritten Etappensieg.

ValenceMit einer dicken Wunde unterhalb des Knies kletterte André Greipel erneut auf das große Podium der Tour de France. Weder von den Sturzverletzungen vom Vortag noch von Schaltproblemen im Finale hatte sich das Kraftpaket aus Rostock auf dem Weg zu seinem Triple aufhalten lassen. „Ich bin eben ein Fischkopp. Ich stecke sowas weg“, sagte Greipel mit Blick auf seine mit mehreren Stichen genähte Blessur vom Vortag und setzte ein breites Grinsen auf. In seinem Schatten stand dagegen - mal wieder - John Degenkolb, der zur tragischen Figur der Tour wird.

Greipel hatte mit letzter Verbissenheit und einem gekonnten Tigersprung eine halbe Radlänge vor Degenkolb und dem Norweger Alexander Kristoff ins Ziel gerettet. Dabei lief es im Finale der 15. Etappe nach 183 Kilometern von Mende nach Valence alles andere als optimal. Erst 150 Meter vor dem Ziel gelang es Greipel, in seinen höchsten Gang zu schalten. „Ohne den Gang hätte ich es gegen Degenkolb nicht geschafft“, sagte der zweimalige deutsche Meister. Damit war die deutsche Sprinterhierarchie einmal mehr bestätigt.

Die Etappen der Tour de France 2015 (Teil 1)

1. Etappe

Von Utrecht (Niederlande) nach Utrecht

Datum: 4. Juli

Distanz: 14 Kilometer
Profil: flach (Einzelzeitfahren)

2. Etappe

Von Utrecht nach Zeeland (Niederlande)
Datum: 5. Juli
Distanz: 166 Kilometer
Profil: flach (voraussichtlich Sprintankunft)

3. Etappe

Von Antwerpen (Belgien) nach Huy (Belgien)
Datum: 6. Juli
Distanz: 154 Kilometer
Profil: bis Kilometer 105 flach, danach kurze aber steile Anstiege der Kategorie 4 und 3 mit Bergankunft bei der bekannten Mauer von Huy der Kategorie 3, die an einigen Passagen bis zu 19 Prozent steil ist (erstes Kräftemessen der Favoriten, Chance für Ausreißer)

4. Etappe

Von Seraing (Belgien) nach Cambrai
Datum: 7. Juli
Distanz: 221 Kilometer
Profil: flach (Sprintankunft)

5. Etappe

Von Arras nach Amiens Métropole
Datum: 8. Juli
Distanz: 189 Kilometer
Profil: flach (Sprintankunft)

6. Etappe

Von Abbeville nach Le Havre
Datum: 9. Juli
Distanz: 191 Kilometer
Profil: flach mit drei kurzen Anstiegen der Kategorie 4 (Sprintankunft)

7. Etappe

Von Livarot nach Fougères
Datum: 10. Juli
Distanz: 190 Kilometer
Profil: flach, mit einem Anstieg der Kategorie vier (Sprintankunft)

8. Etappe

Von Rennes nach Mûr de Bretagne
Datum: 11. Juli
Distanz: 179 Kilometer
Profil: leicht bergig, ein Anstieg der Kategorie 4, Zielankunft mit Anstieg der Kategorie 3

9. Etappe

Von Vannes nach Plumelec
Datum: 12. Juli
Distanz: 28 Kilometer
Profil: wellig (Einzelzeitfahren)

10. Etappe

Von Trabes nach La Pierre-Saint-Martin
Datum: 14. Juli
Distanz: 167 Kilometer
Profil: bergig mit Bergankunft der höchsten Kategorie

Für Greipels Teamchef Marc Sergeant war spätestens in Valence sogar klar: „Er ist der beste Sprinter der Tour.“ Beim Finale auf den Champs Élysées kann sich der 33-Jährige endgültig zum König krönen. „An Paris denke ich noch nicht. Bis dahin ist es noch weit.“ Schließlich warten vorher noch die Bergriesen in den Alpen, und am Montag rückt dann wieder das Gelbe Trikot von Christopher Froome in den Mittelpunkt.

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